Ausstattungs-Assistent

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Freilich spielen Requisiten nicht die Hauptrolle, aber ohne sie würde der Film bzw. das Theaterstück eben nicht ‚echt’ wirken. Requisiten sind ein wichtiger Faktor um die Zuschauer in eine andere Realität zu entführen. Früher hießen Ausstattungs-Assistenten demnach Requisiteure.

Ein altes Karussell, sieben Smokings aus den 50er Jahren und ein Alphorn müssen her, nur dann kann die erste Szene gedreht werden. Diese Anforderungen von Regisseur und Dramaturg müssen vom Ausstattungs-Assistenten beschafft werden. Das ist sein Job.


Berufsbild

Ausstattungs-Assistenten entwerfen und gestalten die szenische Ausstattung von Film-, Fernseh-, Videoproduktionen, Industrie- und Werbefilmen. Sie arbeiten in der Requisite bei Film- und Fernsehproduktionsgesellschaften, bei Fernsehanstalten sowie in Opern- und Schauspielhäusern oder bei Theater- und Konzertveranstaltern. Sie statten Showprogramme ebenso aus wie Studios für Talkrunden, Wissenschafts-, Informations- und Nachrichtenprogramme oder auch eine Opernaufführung.

Der Beruf des Requisiteurs gehört zu den ältesten Theaterberufen. Er erstellt anhand des Textbuchs eine Requisitenliste, die alle für die Aufführung benötigten Gegenstände enthält. Viele Requisiteure haben auch die Qualifikation zum Pyrotechniker und sind damit auch zuständig für die Lagerung und den Einsatz pyrotechnischer Geräte und Effekte, wie beispielsweise Licht- und Funkenblitze, Rauchbomben, Knalleffekte oder offenes Feuer.

Aufgaben

  • Konzipierung und Anfertigung von Film- und Fernsehdekorationen mit.
  • Erstellen von Skizzen maßstabsgerechten Zeichnungen und Modellen
  • Arbeitsunterlagen für Schreinereien, Schlossereien und Dekorationsmalereien
  • Drehortbesichtigungen bezüglich technischen Gegebenheiten
  • Überwachung vonAuf- und Umbauarbeiten
  • Kalkulation und Abrechnung der Ausstattungskosten

Voraussetzungen

Ausstattungsassisten benötigen handwerkliches Geschick, künstlerisches Einfühlungsvermögen, Verhandlungs- und Organisationsgeschick, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, eine breite Allgemeinbildung, Fantasie und Kreativität.

Ausbildung

Zwar gibt es keine formale Ausbildung für den Beruf, aber um diese Tätigkeit ausüben zu können, wird üblicherweise eine Weiterbildung bzw. ein Studium in der Film- oder Theaterbranche gefordert. Förderlich ist auch eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung als "Fachkraft für Veranstaltungstechnik" und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis.

Darauf folgt in der Regel ein learning-by-doing!

Literatur

Brach, K. : Bühnenbild/Stages, Theater der Zeit, 2010
Neumann, B.: Imitation of Life, Theater der Zeit, 2010

Weblinks

http://www.wam.de/Studium/Sitemap/ausbildung-film.html
http://www.focus.de/finanzen/karriere/perspektiven/berufe/berufsjournal/kunst-trifft-kommerz_aid_130967.htmlwww.adbk.mhn.de
www.theaterakademie.de
www.kug.ac.at
www.moz.ac.at
www.filmakademie.de
www.sfk-verband.de