Autor/Schriftsteller

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Ein Schriftsteller verfasst literarische Texte (Dramen, Roman, Gedichte etc.) Der allgemeingültige Begriff Autor umfasst außer der Arbeit als Schriftsteller auch das Verfassen von nicht-literarischen Texten z.B. von Sachbüchern wissenschaftlicher Prägung, Ratgebern und Servicetexten.

Wer schreiben will muss lesen! Weitere wesentliche Voraussetzungen für einen Schriftsteller sind Kreativität, ein gutes Ausdrucksvermögen und Geduld – mit sich selbst und einem möglichen Erfolg. Man sollte nicht damit rechnen, als Schriftsteller reich zu werden. Wohlhabende Schriftsteller sind eher eine Ausnahme und viele Autoren haben einen so genannten Brotjob neben ihrer literarischen Arbeit. Oft verfassen Schriftsteller auch kleinere Texte für Zeitungen und Zeitschriften.

Sich hinzusetzen und mit dem leeren Blatt Papier, bzw. dem blanken Word-Dokument einfach loszulegen ist nur eine Möglichkeit einen Roman etc. zu schreiben. Bald wird man merken, dass noch eine Menge anderer Aufgaben zu erledigen sind.


Aufgaben

  • Recherchieren (Internet, Archive, diverse Medien)
  • Recherche an Schauplätzen
  • Interviews und Gespräche
  • Konzept und Gliederung erstellen
  • Schreiben
  • Text bearbeiten, ändern und formatieren
  • Verlagsverhandlungen
  • Erneute Bearbeitung
  • Veröffentlichung
  • Lesungen und Lesereisen

Hat ein Verlag das Potenzial einer Geschichte erkannt wird er das Werk „herausbringen“. Das bedeutet der Verlag übernimmt die Kosten für Druck und Vermarktung. Als Gegenleistung erhält er eine Gewinnbeteiligung. Für jedes verkaufte Exemplar erhält der Autor einen bestimmten (nicht sehr hohen) Prozentsatz vom Ladenverkaufspreis.

Um einen Verlagsvertrag zu ergattern, empfiehlt es sich die Dienste eine Literaturagenten in Anspruch zu nehmen. In der Regel findet er leichter Gehör in den Lektoraten als ein völlig unbekannter Neuling.

Eine weitere Möglichkeit der Veröffentlichung besteht als „Book on Demand“, wobei die Druckkosten vom Autor selbst getragen werden und der Bekanntheitsradius naturgemäß eingeschränkt ist.


Ausbildung

Schriftsteller kann sich jeder nennen, es ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig gibt es einen Studiengang nur für Schriftsteller - mit Prüfung und Diplom. Viele Autoren haben sich das Schreiben selbst beigebracht, allerdings findet man selten Schriftsteller, die vor ihrer schreiberischen Tätigkeit nicht studiert oder sich anderweitig weitergebildet haben.

Wer einfach Lust am Schreiben hat für den gibt es die Möglichkeit Kurse in Creative Writing zu absolvieren. Während man in Deutschland lange Zeit Schreiben als reine Frage des Talents begriffen hat, setzt sich auch hier immer mehr der Gedanke des „Schreiben als Handwerk“ durch. Der Begriff “creative writing”stammt aus dem anglo-amerikanischen Raum. Dort geht man davon aus, dass Schreiben wie Malen oder ein Instrument spielen bis zu einem gewissen Grade lern- und trainierbar ist.


Creative Writing - Seminarinhalte

  • Lyrisches, szenisches und prosaisches Schreiben
  • Formen des Erzählens
  • Stoffe, Motive und Schreibweisen
  • Literarische Berufsfelder
  • Ästhetik, Kultur- und Sprachtheorie
  • Medientheorie
  • Projektarbeit
  • Umgang mit Schreibblockaden
  • Sprachentwicklung

In Schreibwerkstätten lernt man im Mit- und Gegeneinander der Schreiberkollgen sein Talent sinnvoll einzusetzen. Im Internet gibt es viele Seiten mit Schreibforen und Schreibwerkstätten und im “realen Leben” Schreibzirkel und dergleichen mehr.


Literatur

  • Brande, D. Schriftsteller werden: Der Klassiker über das Schreiben und die Entwicklung zum Schriftsteller
  • Roentgen, H.P., Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber
  • Meinecke, D. Von der Buchidee zum Bestseller: Für Autoren und alle, die es werden wollen
  • Clark, R.P., Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter
  • Uschtrin, S. Handbuch für Autorinnen und Autoren


Links