Beleuchtungsmeister

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Erst grelle Blitze, dann schlagartig tiefschwarze Nach, die wenig später einer strahlend-hellen Tageslichtbeleuchtung auf der Bühne weicht. Solche Lichtkompositionen sind das Werk des Beleuchtungsmeisters. Er entwirft Lichtkonzepte, für die Bühne, Veranstaltungen oder Messen und leitet deren beleuchtungstechnische Umsetzung. Als Meister seines Fachs überprüft und bedient er die Analgagen und Geräte, den Aufbau übernehmen die Beleuchter oder Bühnenhandwerker.

Aufgaben:

Um die Bühnenbeleuchtung mit Lichteffekten genau auf die Inszenierung abzustimmen, arbeitet der Beleuchtungsmeister mit dem Bühnenbildner, dem Regisseur und dem Technischen Direktor zusammen. Gemeinsam besprechen sie, wann die Bühne in dunkle Farbtöne, wann in impulsiv wirkendes Rotlicht oder in zarte Pastelltöne getaucht werden soll, um das Geschehen auf der Bühne in seiner visuellen Intensität zu unterstreichen. Anschließend entwirft der Beleuchtungsmeister erste Lichtkonzepte und stimmt diese mit dem Regisseur und dem Bühnenbildner ab. Ist ein Beleuchtungskonzept erarbeitet, dokumentiert er dieses und programmiert anschließend das Lichtmischpult. Technisches Wissen ist gefragt, wenn er die Scheinwerfer genau so einstellen soll, dass sie den Schauspielern bedrohlich wirkende Fratzen ins Gesicht zeichnen. Während der Vorstellungen überwacht er vom Stellwerk (Technikraum im Theater) aus, den reibungslosen Ablauf der Lichtinszenierung. Gerade bei modernen Theaterinszenierungen mit schlichten und nüchternen Bühnenbildern gewinnt die Lichtinszenierung zunehmend an Bedeutung und dient als künstlerisches Gestaltungsmoment. Neben der künstlerisch-praktischen Umsetzung ist der Beleuchtungsmeister auch für die technische, finanzielle und personelle Realisierung der Konzepte verantwortlich. Er weist Mitarbeiter ein, erstellt deren Dienstpläne, kümmert sich um Abrechnungen und koordiniert die Wartung, Instandhaltung, Reinigung und Erneuerung der beleuchtungstechnischen Geräte. Da sich die lichttechnischen Möglichkeiten stetig weiterentwickeln, arbeiten zunehmend auch Lichtgestalter oder Lichtdesigner mit Beleuchtungsmeistern zusammen. Sie kommen meist eher aus der künstlerisch-gestalterischen Richtung, als aus der Technischen.

Voraussetzungen:

Ein angehender Beleuchtungsmeister sollte sich mit mechanischen und elektronischen Abläufen auskennen und sowohl Erfahrung als auch Fertigkeiten in diesen Bereichen mitbringen. Er sollte gut organisieren können und zuverlässig, engagiert und selbständig arbeiten. Auch eine hohe Einsatzbereitschaft und Teamfähigkeit werden von Beleuchtungsmeistern erwartet – während der Probenzeit ebenso wie bei den Vorstellungen. Nicht zuletzt sollte er auch ein ausgeprägtes Verständnis und einen Zugang zu künstlerischen Prozessen und Abläufen haben.

Ausbildung:

Beleuchtungsmeister haben in der Regel eine Meisterprüfung im Fachbereich Veranstaltungstechnik abgelegt, mit einer Spezialisierung auf den Bereich Beleuchtung. Der Weg zu dieser Meisterprüfung kann sehr unterschiedlich aussehen. Zum einen können ausgebildete Beleuchter oder Facharbeiter mit einem Abschluss in einem Bau-, Maschinenbau- oder Elektroberuf eine staatlich anerkannte Fortbildung zum Veranstaltungstechniker absolvieren. Dazu müssen sie mindestens 25 Jahre alt sein und etwa zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen. Derartige Weiterbildungen dauern in etwa zwölf bis 14 Monate. Darin lernen die angehenden Beleuchtungsmeister etwa Sicherheitsbestimmungen, Arbeits- und Gewerberecht, Organisation, Mathematik und Lichtdesign. Auch technische und künstlerische Fragen werden behandelt. Weitere Wege können über ein Studium der Theater- und Veranstaltungstechnik oder der Veranstaltungstechnik- und Management führen. Diese Studiengänge dauern in der Regel etwa vier Jahre und umfasst unter anderem die Bereiche Mathematik, Elektrotechnik, Hydraulik, Betriebswirtschaftslehre, Arbeits- und Baurecht, Theater- und Bautechnik, Personalführung und Dramaturgie.

Arbeitsmöglichkeiten:

Beleuchtungsmeister arbeiten meist in Theatern, Konzert- oder Opernhäusern, bei Musicalaufführungen oder im Filmgewerbe. Sie können aber auch für Betriebe in der Medien- und Konferenztechnik arbeiten oder in gewerblichen Kultur- und Kongresszentren. Auch Ausstellungs- und Messegesellschaften sind denkbare Arbeitgeber. Mit weiterer Berufserfahrung am Theater können Beleuchtungsmeister zum Technischen Direktor aufsteigen. In der Beleuchtungsabteilung eines Theaters arbeiten je nach Größe mehrere Meister und Beleuchter.

Weblinks: