CGI-Operator (3-D-Artist)

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C – G – I. Die drei Buchstaben, englisch ausgesprochen, stehen als Abkürzung für Computer Generated Imagery. Zu Deutsch: Virtuelle Darstellungsverfahren, die mit Computergrafik statische oder bewegte Bilder in 2- oder 3-D erzeugen. In vielen Kinoproduktionen ist CGI ebenso selbstverständlich und üblich geworden wie in den meisten Computerspielen, Industriefilmen oder Werbespots. Neben Gamedesignern verwenden auch Fotografen diese Verfahren bei der Prodkution und Überarbeitung von Aufnahmen. Experten, die auf diese Weise Ufos landen lassen, Monster zum Leben erwecken, Filmfantasywelten und noch vieles mehr erschaffen, nennen sich CGI-Operator, 3-D-Artists oder Computer-Animation-Artists. Ihre Arbeit besteht darin, mit entsprechender Software fiktive Bilder oder Filme zu kreieren, die nahezu real wirken. Zu unterscheiden ist der CGI-Operator von Film- und Videoeditoren, die lediglich aufgezeichnetes Bild- und Tonmaterial, ohne fiktiven Inhalt, ansprechend zusammenfügt.


Berufsbild

Computer Generated Imagery gibt es in vielen Bereichen der optischen Darstellung: Von Bildern in der Kunst, in Druckwerken, über Videospiele, Kino- und Fernsehfilme, TV-Serien bis hin zu Werbespots und Simulationen für Industrie- und Messefilme. Es kann sich dabei um bewegte Bilder oder Fotografie handeln, meistens wird der Begriff CGI jedoch für das Produzieren von Filmen oder Animationen mit Computergrafik verwendet.

Ähnlich wie bildende Künstler aus Stein oder Ton ihre Werke erschaffen, arbeiten CGI-Operator und 3-D-Artists mit „digitalen Klumpen“. Aus diesen kreieren sie mit 3-D-Programmen (wie beispielsweise „3ds Max“ oder „Maya“) Figuren, Wesen, Gegenstände oder auch ganze Landschaften. Es geht dabei um Bilder und Filme, die es eigentlich gar nicht gibt oder die mit herkömmlicher Technik nur unter größtem Aufwand zu drehen wären. CGI-Operator und 3-D-Artists übernehmen dabei unterschiedlichste Tätigkeiten: Sie müssen Modelle erstellen, bevor diese beim sog. Shading eine Oberfläche bekommen. Bewegliche Figuren und Objekte werden animiert und die Daten beim Rendering finalisiert, meist folgt danach auch noch ein Feinschliff.

Nicht jeder, der im Bereich Computer Generated Imagery arbeitet, ist für ganz große Filmproduktionen wie Hollywood-Blockbuster, Trickfilme oder weltbekannte Fantasystreifen tätig. Sowohl Einsatzbereiche als auch Aufgaben sind in diesem Beruf höchst verschieden. So werden Operator immer häufiger bei TV-Sendungen und -serien eingesetzt oder arbeiten für aufwendige Werbespots oder Messefilme. Aus der Industrie gibt es Aufträge für Simulationen, die einen dreidimensionalen Blick in Maschinen- oder Fahrzeuge ermöglichen, während die Games-Branche nach wirklichkeitsnahen Charakteren und Spielumgebungen verlangt. In der Fotografie, wo CGI einen neuen Trend darstellt, perfektionieren Operator die Bilder am Rechner derart, dass ohne geschultes Auge der Unterschied zum unbearbeiteten Foto kaum noch auffällt.

Auftrag- und Arbeitgeber können Filmproduktionsfirmen oder größere und kleinere Agenturen sein, aber auch Industrieunternehmen selbst kommen in Betracht. Nicht bei allen CGI-Operatorn oder 3-D-Artists handelt es sich um Festangestellte. Es gibt auf dem Markt sehr viele selbständige Freelancer, die in unterschiedlichen Produktionen auf verschiedene Feldern projektbezogen arbeiten.

Voraussetzungen

Anders als man vielleicht aufgrund des Namens vermuten möchte, müssen CGI-Operator oder 3-D-Artists nicht unbedingt Computerfreaks mit besonderen Informatikkenntnissen sein. Da sie jedoch die meiste Zeit vor dem Bildschirm verbringen, ist ein Interesse für die Arbeit mit dem Rechner unabdingbar. Auch sollten CGI-Operator keine Scheu davor haben, Software zu bedienen und zu verstehen. Von Vorteil sind weiterhin künstlerische Begabung und gutes Zeichnen, noch wichtigere Bedeutung hat aber das gute räumliche und bildnerische Vorstellungsvermögen. CGI-Operator und 3-D-Artists sollten ein Gefühl für Bildkompositionen und ein Bewusstsein für die eigene Umgebung mitbringen. Sie sollten sich leicht in Bewegungsabläufe hineindenken können und über ein gutes Auge für Formen und Bilder verfügen.Es bedarf jedoch keiner besonderen Abschlüsse oder Ausbildungen, um auf dem Feld der CGI tätig zu werden. Hilfreich für den Berufsweg sind in jedem Fall einschlägige Praktika. Oft wird auch ein Fachstudium empfohlen, um den Einstieg und das Fortkommen im Beruf zu erleichtern.

Ausbildung

Die Arbeitswelt rund um Computer Generated Imagery ist noch relativ jung. Daher existieren hier keine klassischen Berufsbilder oder Ausbildungswege wie etwa in der Medizin oder im Ingenieurwesen. Manche CGI-Operator sind ausschließlich über selbst erlernte Softwarekenntnisse und entsprechende Praktika zu ihrem Job gekommen, andere haben mit exzellenten Mustermappen und Showreels den Berufseinstieg geschafft.

Experten raten allerdings zu einschlägigen Fachstudiengängen mit den Schwerpunkten , und Animation. Eine solche Hochschulausbildung schärft das eigene Profil und erweitert das Fachwissen in den Bereichen Filmwirtschaft und -produktion. In Bayern vermittelt unter anderem der Studiengang „Film- und Animation“ im Fachbereich Design der entsprechende Kenntnisse, des Weiteren bietet die Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation den Bachelorstudiengang „Medien- und Kommunikationsdesign“, der über den nicht-konsekutiven Master „Media and Design“ ergänzt werden kann. Dazu gibt es im Freistaat weitere Angebote an der MediaDesign Hochschule M.DH in München oder an der Bayerischen Akademie für Fernsehen und Digitale Medien, die „Visual Artists“ ausbildet. Für das Feld der Fotografie offeriert ebenfalls die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg in ihrem Fachbereich Design die Ausbildungsrichtung CGI.

Perspektiven

Insgesamt sind die Berufsaussichten gut. Es gibt kaum noch große Filmproduktionen, die ohne die Arbeit von Computer-Animateuren auskommen. Immer mehr Fernsehfilme oder -serien sind zudem mit digitalen Effekten ausgestattet. So ist zu erwarten, dass diese Tendenz weiterhin anhält und damit noch mehr CGI-Operator und 3-D-Artists auf dem Markt gebraucht werden. Auch in der Fotografie setzt sich der Trend zu CGI immer mehr durch. Viele in diesem Bereich Tätige sind als Freelancer immer wieder in Projektarbeiten freiberuflich für große Unternehmen oder Agenturen tätig. Bei dieser Form der Arbeit ist die eigene Akquise nicht zu vernachlässigen, um regelmäßig an Aufträge zu kommen.

Weblinks

  • [Studiengang Animationsdesign an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation]