Digital Image Technician

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Der Digital Image Technician arbeitet beim Film und kümmert sich um die Sicherheit der Daten beim Dreh und sorgt auch für eine gute Qualität der Bilder. Erst durch die zunehmende Digitalisierung der Kinowelt ist der Beruf des Digital Image Technician (kurz: DIT) aufgekommen. Er arbeitet als eigenständiger, spezialisierter Techniker und berät die Kamera-Crew. Er arbeitet direkt dem Kameramann zu beziehungsweise unterstützt ihn in technischen Abstimmungsprozessen mit der elektronischen Kamera.


Aufgaben:

Bereits bei den Vorbereitungen für einen Dreh ist er eingebunden. Gemeinsam mit der Kameraassistenz wählt er die Geräte aus. Hierzu nimmt er vorbereitende technische Tests vor und stimmt gegebenenfalls die Technik der ausgewählten Geräte aufeinander ab (Kalibrierung). Auch beim Auf- und Umbau der Technik am Set ist er beteiligt. Eine weitere wichtige Aufgabe des Digital Image Technicians ist es, den Workflow zu planen und ihn mit der Postproduktion abzustimmen. Beim Dreh unterstützt er den Kameramann dabei die gewünschte Bildcharakteristik zu erzeugen, sichtet das Bildmaterial nach dem Dreh und nimmt gegebenenfalls bereits erste technische Qualitätskontrollen vor, bevor die Postproduktion einsetzt und der Cutter und der Colorist ihre Arbeit aufnehmen. Originaldaten sichert er direkt nach dem Dreh und baut dafür eine eigene erste Infrastruktur auf. Er erstellt Muster der Farbkorrektur und überprüft die Schärfe des aufgezeichneten Materials. Nach dem Dreh unterstützt er gegebenenfalls die Postproduktion bei verschiedenen Arbeiten. Sollten Geräte und Kameras ausgeliehen worden sein, kümmert er sich darum, diese beispielsweise an den Kameraverleiher zurückzugeben. Auch mit den Tontechnikern, Tonmeistern und den Toningenieuren arbeitet er zusammen.

Voraussetzungen:

Technikaffinität ist wohl die wichtigste Voraussetzung, die ein DIT mitbringen sollte. Darüber hinaus muss er sich sowohl mit Computern als auch mit Kameras und unterschiedlichen Speichermedien auskennen. Mit den Abläufen bei Film- und Fernsehproduktionen sollte er vertraut sein; bestenfalls auch mit den unterschiedlichen Produktions- bzw. Postproduktionstechniken. Wichtiges Grundlagenwissen ist es für den DIT sich mit der Farbenlehre und unterschiedlichen Lichttechniken auszukennen. Also: Wo werden Lichter gesetzt oder wo können Filter eingesetzt werden. Auch sollte er über fundierte Kenntnisse der Video- bzw. Digitaltechnik verfügen und sich mit Messtechnik auskennen.

Ausbildung:

Eine geregelte und anerkannte berufliche Ausbildung beziehungsweise ein Studium zum Digital Image Technician gibt es in Deutschland nicht. Allerdings kann eine technische Ausbildung oder die zum Mediengestalter Bild und Ton ein guter Einstieg sein oder ein Studium, beispielsweise Medieninformatik oder Elektrotechnik. Auch ein Praktikum, etwa bei einem Kameraverleiher, kann hilfreich sein, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Arbeitsmöglichkeiten:

Der DIT arbeitet meist bei Kinoproduktionen, hochwertigen Werbefilmen und aufwendig produzierten Filmproduktionen mit. Im Prinzip überall dort, wo ein größeres Budget zur Verfügung steht. Bei kleineren Produktionen werden die Aufgaben des DIT meist von anderen übernommen, etwa Technikern, Kameraassistenten oder Kameramännern.

Weblinks: