Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste

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Eine Flut von Informationen, Daten und Bildern - wer soll da den Überblick behalten? Genau das ist die Aufgabe von Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste. Sie arbeiten als Mittler in dieser multimedialen Informationsflut und verarbeiten sie technologisch und organisatorisch.

Aufgaben:

Typische Tätigkeiten von Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste sind das Sammeln und Verarbeiten von Informationen, ebenso wie Dokumentieren und Archivieren. Dabei können sie mit allen erdenklichen multimedialen Inhalten zu tun haben, beispielsweise Schriften, Bildern, Fotos, Videos etc. Eingesetzt werden können sie in den Archiven von Medienunternehmen wie Fernseh- und Radiosendern, öffentlichen Archiven, Bibliotheken oder Datenbankanbietern. In diesem Beruf gilt es, sowohl technische als auch kaufmännisch-organisatorische Aufgaben zu erledigen.

Voraussetzungen:

Eine mittlere Reife ist von Vorteil, da so die Ausbildung von drei auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden kann. Aber auch Schülern mit gutem "Quali" steht dieser Weg offen. Man sollte einen ausgeprägten Ordnungssinn und eine gute Allgemeinbildung mitbringen, ebenso wie Fremdsprachenkenntnisse. Technisches Verständnis ist unbedingt erforderlich, auch Kenntnisse im Umgang mit EDV sind nötig, diese können aber in der Ausbildung erlernt werden.

Ausbildung:

Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit einer dreijährigen Ausbildungsdauer. Schüler mit Mittlerer Reife können auf zweieinhalb Jahre verkürzen, Abiturienten sogar auf zwei Jahre. In Bayern gibt es nur eine Berufsschule, an der dieser Beruf gelernt werden kann. Daher sind die Lehreinheiten im Blockunterricht organisiert. Neben allgemeinbildenden Fächern stehen Medienanalyse, Kundenservice und –beratung oder auch Medienmarketing auf dem Stundenplan. In der Ausbildung stehen mehrere Fachrichtungen zur Auswahl:

  • Archiv
  • Bibliothek
  • Information und Dokumentation
  • Bildagentur
  • Medizinische Dokumentation

Arbeitsmöglichkeiten:

Absolventen dieses Ausbildungsberufs arbeiten meist in der öffentlichen Verwaltung, in Museen, Archiven, Bibliotheken, bei Firmen der Filmwirtschaft, Rundfunkanstalten oder in Nachrichten- und Korrespondentenbüros. Mit medizinischem Schwerpunkt können sie auch bei Krankenhäusern, Universitätskliniken oder medizinischen Forschungseinrichtungen arbeiten.

Weblinks

Ausbildungsprofil beim Bundesinstitut für Berufsbildung]