Foto- und medientechnischer Assistent

Aus MedienWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Von der Druckvorstufe bis hin zum fertigen Foto. Der Foto- und medientechnische Assistent setzt mit seinem technischen Know-how das um, was der Fotograf mit seinem künstlerischen Verständnis zuvor im Bildausschnitt eingefangen hat. Er bringt das Motiv auf´s Papier und die Grafik auf den Bildschirm.

Aufgaben:

Bevor ein Foto tatsächlich entwickelt werden kann, muss der Foto- und medientechnische Assistent zunächst die entsprechenden Anlagen der Foto- und Medientechnik installieren, einstellen und bedienen. Anschließend kümmert er sich um die Druckvorstufe. Das bedeutet, im Labor scannt, bearbeitet, retuschiert, verfremdet, filtert oder layoutet er die vorliegenden digitalen Daten. Werden Bildaufnahmen in hoher Auflage gedruckt, bedient und steuert er die großen Druck- und Entwicklungsmaschinen. Und damit diese auch langfristig zuverlässige Ergebnisse liefern, kontrolliert er diese in regelmäßigen Abständen. Für technische Sachaufnahmen steht er auch selbst hinter der Kamera und fotografiert. Mit speziellen Aufnahmetechniken fertigt er beispielsweise Werbe- oder Architekturfotografien an. Um alte Dokumente, Fotos oder Drucke originalgetreue wiederzugeben führt er reprografische Arbeiten durch.

Im medientechnischen Bereich arbeitet er mit unterschiedlichen Speichermedien und arbeitet beispielsweise an der Gestaltung von Internetseiten mit. Darüber hinaus arbeitet er mit audiovisuellen Medien. Er ist geschult in der Videoaufnahme und in der Verarbeitungstechnik, in der audiovisuellen Kommunikation und in der Programmierung.

Voraussetzungen:

Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte in jedem Fall technikaffin sein und sich für Fotografie und audiovisuelle Medien interessieren. Denn er muss sowohl die Foto- als auch die Videokamera, die Computer- und Beleuchtungstechnik beherrschen. Aber auch ein gutes Auge und eine genaue und sorgfältige Arbeitsweise sind wichtige Voraussetzungen, um diesen Beruf auszuüben. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen ist ebenso gefragt wie Sinn für Ästhetik und Bildgestaltung. Nicht zuletzt spielt auch die Kreativität eine große Rolle, beispielsweise wenn es darum geht eine Homepage mit visuellen Effekten mitzugestalten.

Ausbildung:

Foto- und medientechnischer Assistent ist ein anerkannter schulischer Ausbildungsberuf. Wer diese Ausbildung beginnen will, sollte einen mittleren Bildungsabschluss oder gleichwertige Qualifikationen vorweisen können. Da die Ausbildung landesrechtlich geregelt ist, variieren auch die Abschlussbezeichnungen. In der Regel dauert die Ausbildung an einer Berufsfachschule oder einem Berufskolleg zwei bis drei Jahre, je nachdem ob Zusatzqualifikationen erworben werden. Zu den praxisbezogenen Unterrichtsfächern zählen etwa: Aufnahme- und Verarbeitungstechnik, Bildgestaltung, Bildbearbeitung, Beleuchtungstechnik, Fototechnik, Medientechnik, Video- und Tontechnik. Des Weiteren stehen auf dem Programm: Mathematik, Informationstechnik, Angewandte Physik und Chemie.

Mit einem weiteren (dritten) Schuljahr am Berufskolleg kann auch der Abschluss Fotograf im Handwerk mit Gesellenprüfung erworben werden. Angeschlossen werden kann eine Meisterausbildung, ein Medienfachwirt oder eine Weiterbildungen zum Fachberater. Manche Einrichtungen, wie etwa die Fachschule für Foto- und Medientechnik Potsdam, bietet auch Weiterbildungen für bereits tätig Medienschaffende an.

Arbeitsmöglichkeiten:

Grundsätzlich können Foto- und medientechnische Assistenten im industriellen Druckwesen, der Druckvorstufe, in Medienbetrieben oder auch beim Fernsehen arbeiten. Die meisten Foto- und medientechnische Assistenten arbeiten jedoch in Fotogroßlaboren und Fotolaboren von Fotostudios oder -fachgeschäften. Weitere Möglichkeiten sind eine Anstellung im Fotofachhandel oder in Werbeagenturen für Film- und Lichtbildwerbung. Nicht zuletzt sind auch Film- und Bildarchive ein möglicher Arbeitsplatz.

Weblinks: