GVL

Aus MedienWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

‚Wer als Künstler eine Leistung erbringt, muss bestimmen können, wie sein Werk genutzt wird. Und er muss an den aus der Verwertung resultierenden Einnahmen beteiligt werden’. So lautet der Leitsatz der seit 1959 existierenden Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH.

Während die GEMA sich um die Urheberrechte von Komponisten und Songwritern kümmert, vertritt die GVL die Rechte der ausübenden Künstler und Tonträgerhersteller und übernimmt die Zweitauswertung. Das gilt also für alle Musiker, Sänger, Tänzer und Schauspieler.

Die GVL nimmt das so genannte „Leistungsschutzrecht“ wahr, das ähnlich ausgestaltet ist wie das Urheberrecht und auch im Urheberrechtsgesetz geregelt wird. Der Umfang dieser Recht ist allerdings deutlich geringer als die Rechte welche die GEMA lizenziert.

Wenn ein Musiktitel eines bereits erschienenen Tonträgers gesendet wird, dann muss der Sender eine so genannte „angemessene Vergütung“ an die Künstler zahlen. Diese Tonträgersendevergütung ist die wichtigste Vergütungsart für die ‚Wahrnehmungsberechtigten’. Daran ebenso beteiligt ist der. Tonträgerhersteller.

Ähnlich wichtig wie der Bereich „Sendung“ ist der Bereich „öffentliche Wiedergabe“, das so genannte „Kneipenrecht“. Immer, wenn erschienene Tonträger oder auch Radio- und Fernsehsendungen öffentlich laufen – das Radio im Friseursalon zum Beispiel –, dann kassiert die GVL. Das merkt nur keiner, weil die GEMA das Inkassomandat hat und für die GVL mitkassiert.


Die GVL nimmt die sog. Zweitverwertungsrechte für die Künstler und die Hersteller wahr gegenüber

  • Hörfunk- und Fernsehsendern
  • Kabelbetreibern
  • Diskotheken, Gaststätten, Hotels etc.
  • Herstellern von Aufnahmegeräten und Leermedien
  • Videotheken
  • öffentlichen Bibliotheken
  • Schulbuchverlegern

Die GVL sammelt das Geld für die Nutzung von geschützten Leistungen, an denen Vergütungsansprüche bestehen ein und schüttet es an ihr Berechtigten aus.


Während die GEMA ein Verein mit Mitgliedern ist, handelt es sich bei der GVL um eine GmbH mit Wahrnehmungsberechtigten. Wahrnehmungsberechtigt sind ausübende Künstler, die im Rahmen ihrer künstlerischen Tätigkeit Leistungsschutzrechte im Sinne des § 73 Urheberrechtsgesetz erwerben. Dazu gehören z.B. Musiker, Schauspieler, Tänzer oder künstlerische Produzenten. Der Wahrnehmungsvertrag kann von den Internetseiten der GVL herunter geladen oder schriftlich angefordert werden.

Weblinks

http://www.gvl.de/index.htm

http://www.nmz.de/artikel/wenn-die-gvl-kassiert-merkt-es-keiner

http://www.dov.org/

http://www.musikindustrie.de/