Hochschulstudium

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Acht Wege führen über die Hochschule in die Medien, schreibt Walther von La Roche in der „Einführung in den praktischen Journalismus“:

  1. Man kann ein herkömmliches Fachstudium absolvieren und sich daneben um den Erwerb journalistischer Kenntnisse und Erfahrungen bemühen.
  2. Man kann Journalistik direkt studieren und mit dem Bachelor- oder Master-Grad abschließen.
  3. Man kann sich bei einem der Institute bewerben, die studienbegleitende Journalistenausbildung betreiben.
  4. Man kann nach abgeschlossenem Fachstudium (Bachelor) ein zwei- bis viersemestriges Master-Studium oder Aufbaustudium Journalistik bzw. Medienwissenschaft anhängen.
  5. Man kann als zweites Fach bzw. Nebenfach Journalistik studieren.
  6. Man kann andere praxisorientierte Vollstudiengänge wählen, die oft unter der Bezeichnung Medien- oder Kommunikationswissenschaft firmieren.
  7. Man kann als Haupt- oder Nebenfach Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studieren und dabei möglichst viele journalistikorientierte Studienangebote wahrnehmen.
  8. Man kann schließlich an einer Hochschule bzw. Akademie für Journalismus, Fernsehen und Film studieren.

Journalistik-Studium

Wer sich direkt für ein Journalistik-Studium entscheidet, kann zwischen drei Typen von Journalistik-Angeboten wählen:

  • Auf ein Bachelor-Studium der Journalistik kann ein konsekutiver Journalistik-Master aufsetzen. Man studiert dann in der Regel fünf Jahre lang berufsorientiert, wobei ein Wechsel der Hochschule zwischen Bachelor und Master möglich ist.
  • Wer im Bachelor ein anderes Fach studiert und erst im Master-Programm zum Journalismus wechselt, studiert einen nicht-konsekutiven Journalistik-Master – früher nannte man dieses Modell »Aufbaustudium«.
  • Einige Bachelor-Angebote integrieren die Journalistik als Nebenfach.

Die Tendenz bei den Journalistik-Angeboten in Deutschland ist eindeutig, schreibt Klaus Meier: Während sich Universitäten häufig auf Master-Programme oder kommunikationswissenschaftliche Studiengänge beschränken, bauen Fachhochschulen praxisorientierte Bachelor-Programme für Journalismus und Public Relations aus. Zudem konzentrieren sich immer mehr Studiengänge entweder auf ein Medium (z.B. Online-, Hörfunk- oder Fernsehjournalismus) oder auf ein Themengebiet (z.B. Fachjournalismus im Bereich Technik, Naturwissenschaft, Musik, Geschichte oder Wirtschaft), integrieren aber zwei früher in der Ausbildung oft getrennte Berufsfelder: Sie wollen sowohl für den Journalismus als auch die Public Relations ausbilden, entweder gleichzeitig oder als alternatives Wahlfach in einem Studiengang.

Literatur