Illustrator

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Der Illustrator bebildert Zeitungen, Zeitschriften, Magazine, Journale und Heftreihen. Durch seine künstlerische Illustration verleiht er einer Vielzahl von Druckerzeugnissen das gewisse Etwas, wodurch uns die Produkte ins Auge stechen.

Berufsbild

Am Anfang stand die Literaturillustration, sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts nach britischem und französischem Vorbild auch in Deutschland salonfähig. So entstand die erste illustrierte Zeitschrift. Illustratoren heute sind inzwischen nicht mehr nur in den Verlagshäusern als Buch- und Romanillustratoren für Bilderbücher oder die Cover von Romanen und Gedichten zuständig, sondern auch in der Werbe- und Verpackungsindustrie tätig. Während der Grafiker zeichnet, malt und fotografiert, um ein bestimmtes Design für ein Produkt zu entwerfen, zeichnet, malt und aquarelliert der Illustrator, um ein Produkt zu bebildern. Illustrationskunst ist somit Teil des Designs und wird im Designstudium als eigenständiges Fach gelehrt. Reine Illustrations-Studiengänge gibt es kaum. Neben der Arbeit im klassischen Printbereich, sprich für Bücher, Zeitschriften und Publikationen kommen für den Illustrator auch Video und Audiovisionen sowie Animationen bei Film und Fernsehen in Betracht. Die Illustrationsarbeit findet sowohl analog als auch digital am Computer mit den gängigen Illustrations- und Bildbearbeitungsprogrammen statt, um Daten druckreif und reproduktionsfähig weiterverarbeiten zu können. Obwohl Illustrationen das Leben erst so richtig bunt machen, fristet der Illustrator aber erschreckend oft ein Leben in der brotlosen Kunst, oder zumindest in einem freiberuflichen Dasein mit eher spärlichem Einkommen.

Voraussetzungen

Für ein Studium an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften ist das Fachabitur, für ein Studium an einer Kunsthochschule die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife die Eintrittskarte in die Welt der Illustration. Als weitere Aufnahmekriterien kommen eine Mappe mit eigenen Entwürfen und gegebenenfalls ein Eignungstest in Betracht. Ein erfolgreicher Illustrator sollte nicht nur sehr gut zeichnen, sondern auch permanent Skizzen von Bildern und Ideen im Kopf entwickeln und entwerfen können. Eine geübte digital-gestalterische Umsetzung von gescannten Zeichnungen, die am Computer bei Bedarf koloriert und entsprechend verändert werden können, ist für diesen Beruf ebenso selbstverständlich, wie die Präsentation von Arbeitsproben auf einer eigenen Internetseite, auch wenn freiberufliche Illustratoren ihre Aufträge hauptsächlich über eine Agentur beziehen.

Ausbildung

Eine direkte Ausbildung zum Illustrator gibt es nicht, Wege in den Beruf hingegen viele. Meist wird ein Studium an einer Fachhochschule, Berufsfachschule oder privaten Kunsthochschule im Bereich Grafik- oder Kommunikationsdesign bzw. Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Illustration gewählt. Je nach Studiengang dauert die Ausbildung zwei bis vier Jahre. Das reine Studienfach Illustration schließt nach einer Regelstudienzeit von sieben Semestern mit der künstlerischen Abschlussprüfung „Bachelor of Arts“ ab. Anschließend ist ein weiterführendes Masterstudium, etwa im Bereich Design möglich. Manche Illustratoren haben sich das Handwerkszeug aber auch selbst beigebracht.

Weblinks