Inspizient

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Schauspieler, Sänger und Statisten müssen zu den unterschiedlichsten Zeiten pünktlich auf der Bühne sein, um in ihre Rolle zu springen, wie es Regisseur und Dramaturg vorgesehen haben. Damit diese Wechsel reibungslos ablaufen verlassen die Darsteller sich auf die Kommandos des Inspizienten. Der ist als Bindeglied zwischen Kunst und Technik für den organisatorischen Ablauf einer Vorstellung verantwortlich. Von seinem Pult aus, das mit Monitoren, Sprechverbindungen sowie optischen und akustischen Signalanlagen ausgestattet ist, steuert er minutiös die Aufführung.

Aufgaben

Einrichten des Klavierauszugs oder Textbuches (während der Proben) mit genauen Angaben zu:

  • Lichtwechsel
  • Toneinspielungen
  • szenischen Verwandlungen
  • Bedienung von Spezialeffekten
  • Klingelzeichen für pünktlichen Vorstellungsbeginn an die Mitwirkenden
  • Klingelzeichen zum Einruf des Publikums
  • Öffnen und Schließen des Vorhangs
  • Voraussetzungen

Er ist eine Hilfskraft des Regisseurs und hat zur Erfüllung seiner Aufgabe gegenüber den Bühnenmitgliedern den Status eines Vorstands. Der Inspizient braucht vor allem Gelassenheit und langjährige Theatererfahrung, um sicher und konzentriert auf unvorhergesehene Zwischenfälle während einer Aufführung reagieren zu können. Seine Stärken sollten in der Kommunikationsfähigkeit und einer gewissen Durchsetzungskraft liegen.

Ausbildung

Obwohl der Job von größter Bedeutung für den erfolgreichen Verlauf einer Vorstellung ist, gibt es keinen eigenen Ausbildungsgang für Inspizienten.

Fast ausschließlich kommen sie als ehemalige Sänger oder Tänzer und Schauspieler aus dem Betrieb selbst, womit sie die Anforderungen wie Notenlesen und Kenntnis des Bühnenbetriebes erfüllen. Von Vorteil ist eine zusätzliche Ausbildung als Veranstaltungstechniker.

Literatur

Roeder, A., Zehelein, K., Die Kunst der Dramaturgie: Theorie – Praxis - Ausbildung

Weblinks