Journalistische Qualität

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Qualität kann als der Grad verstanden werden, zu dem ein Produkt mit definierten Anforderungen übereinstimmt. Bei journalistischer Qualität stellt sich die Frage, wie diese Übereinstimmung gemessen werden kann. Eine Möglichkeit stellt das redaktionelle Qualitätsmanagement dar.

Qualitätskriterien

Im Journalismus lassen sich mit Klaus Arnold drei Perspektiven unterscheiden:

  • funktional-professionell
  • werte- und kodexorientiert
  • markt- und publikumsorientiert.

Die funktional-professionelle Betrachtungsweise legt die Maßstäbe Vielfalt, Richtigkeit, Vollständigkeit, Wahrhaftigkeit und Transparenz, Universalität an. Bei der werteorientierten Betrachtungsweise werden in der Gesellschaft Normen diskutiert und in Berufskodizes wie dem Pressekodex festgehalten. Ob der Markt als Qualitätsmaßstab taugt, ist in der Kommunikationswissenschaft umstritten.

Forschungsstand

Die Untersuchung journalistischer Qualität rückte seit den 1990er Jahren in den Blickpunkt der kommunikationswissenschaftlichen Forschung. Grundlegend war die Arbeit von McQuail 1992, neuere Ansätze und Überblicke liefern Engesser (2013) und Arnold (2009). Einen Forschungsüberblick gibt Klaus Arnold (2016) S. 142f.

Siehe auch

Literatur

  • Klaus Arnold (2016): Qualität im Journalismus, in: Klaus Meier, Christoph Neuberger (Hg.): Journalismusforschung. Handbuch für Wissenschaft und Studium, 2. Auflage Baden Baden (Nomos), S. 141-157.
  • Klaus Arnold (2009): Qualitätsjournalismus. Die Zeitung und ihr Publikum. Konstanz (UVK).
  • Sven Engesser (2013): Die Qualität des Partizipativen Journalismus im Web. Bausteine für ein integratives theoretisches Konzept und eplanative empirische Analyse. Wiesbaden (VS Verlag für Sozialwissenschaften).
  • Denis McQuail (1992): Media performance. Mass communication and the public interest. London u. a. (Sage Publications).
  • Horst Pöttker (2000): Kompensation von Komplexität. Journalismustheorie als begründung journalistischer Qualitätsmaßstäbe. In: Martin Löffelholz (Hg.): Theorien des Journalismus. Ein diskursives Handbuch. Wiesbaden (Westdeutscher Verlag), S. 375-390.

Weblinks