Kommentar

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Der Kommentar ist eine meinungsbetonte Darstellungsform. Dennoch,oder erst recht sollte man die 7 W-Fragen sorgfältig beantwortet haben, bevor man seine Argumente für oder gegen einen bestimmten Sachverhalt äußert. Kommentare müssen fundiert gestaltet sein, auf der Grundlage einer ausreichenden Sachkenntnis.

Meist bezieht sich der Kommentar auf Nachrichten, die an anderer Stelle in der Zeitung abgedruckt sind. Ist dies nicht der Fall, hängt der Kommentar im ‚luftleeren Raum’. Umso wichtiger ist es also die Fakten zu benennen auf die sich der Kommentar bezieht.

Der Autor sollte sich vor dem Texten seine Meinung bilden, nicht erst während dessen. Durch den Dreisatz: These - Antithese – Synthese entsteht eigene Klarheit. Dann gilt es nicht alle, sondern die wichtigsten Aspekte ausführlich zu behandeln, Vergleiche zu finden, die eine These stützen oder verwerfen, seine Meinung in logischen Argumentationsketten abzubilden, alles ohne Stammtischparolen zu dreschen!

Auch wenn der Kommentar eine persönliche Wertung des Autors beinhaltet, so hat er sich bei seinen Anmerkungen an das Gebot der Fairness zu halten. Die Meinungsäußerung darf weder beleidigende noch unwahre Elemente beinhalten, andernfalls kann ein Betroffener Anspruch auf Wiedergutmachung erheben, zumindest eine Gegendarstellung verlangen. Es ist also dringend angeraten, sich mit dem Thema eingehend zu befassen, um nicht zu früh zu etwas zu behaupten, das man nicht wirklich begründen kann!

zwei Grundformen des Kommentars:

  • Der Pro- und Contra-Kommentar wägt Argumente und Alternativen ab. Der Leser hat die Möglichkeit, zu einem anderen Ergebnis als der Autor zu kommen.
  • Der eindeutige Kommentar begründet eine Meinung und versucht die Gegenseite zu entkräften. Argumente und Standpunkte verfolgen eine eindeutige Zielrichtung.

Merkmale eines journalistischen Kommentars:

  • Deutliche Trennung vom Informationsteil
  • Kurze Darstellung eines Ereignises
  • Infomationen über den Hintergrund
  • kurze, prägnante Sätze
  • farbige Wortwahl
  • Argumente für und gegen den Sachverhalt
  • persönliche Wertung und Stellungnahme
  • provozierende Schlussthese
  • Angebot einer Lösung

Literatur

Gabriele Hooffacker, Klaus Meier: La Roches Einführung in den praktischen Journalismus. 20. Auflage. Wiesbaden (Journalistische Praxis) 2017, Website mit weiterführenden Informationen zum Beruf
Nowag/Schalkowski: Kommentar und Glosse (Praktischer Journalismus)
Cappon/Fleckenstein: Associated Press-Handbuch. Journalistisches Schreiben
Clark/Winter: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter
Häusermann: Journalistisches Texten: Sprachliche Grundlagen für professionelles Informieren
Schneider, W. : Deutsch für junge Profis: Wie man gut und lebendig schreibt

Links

Website mit weiterführenden Informationen zum Beruf.
http://www.anleitung-zum-schreiben.de/texte-schreiben/kommentar-schreiben/

http://www.journalismus.com/_talk/showthread.php?p=71971

http://www.focus.de/schule/lernen/lernatlas/rechtschreibung/journalistische-stilformen_aid_136143.html