Konstruktiver Journalismus

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Konstruktiver Journalismus stellt ein alternatives Berichterstattungsmuster bzw. Rollenbild im Journalismus dar. Er ergänzt das klassische Selbstverständnis des „objektiven Journalismus“.

Der "objektive Journalismus" weist einige Defizite auf: Er bevorzugt offizielle Standpunkte, bringt Ergebnisse, die von Institutionen verlautbart oder sogar inszeniert werden, ist ergebnisfixiert und zeigt kaum Zusammenhänge auf. Zudem vernachlässigt er Hintergründe, Ursachen und Folgen.

Hier setzt der konstruktive Journalismus an. Er ergänzt die journalistischen W-Fragen um die Frage nach den Aussichten (What now? Und jetzt? Wie weiter?), wirft einen Blick in die Zukunft statt nur in die Vergangenheit und bringt erklärenden Kontext, Zusammenhänge, Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten.

Dabei geht es nicht nur „positiver Journalismus“: Die negativen Seiten eines Themas sollen nicht ausgeblendet werden.


Literatur

  • Uwe Krüger: Solutions Journalism. In: Deutscher Fachjournalisten-Verband (Hg.): Journalistische Genres. Konstanz 2016: UVK, S. 173-182. Kurzfassung: [1]
  • Klaus Meier: Wie wirkt Konstruktiver Journalismus? Ein neues Berichterstattungsmuster auf dem Prüfstand. In: Journalistik 1/2018 S. 4-25, Volltext

Weblinks

  • Constructive Journalism Day, Hamburg 2018 [2]