Korrespondent

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Ein Korrespondent ist ein Journalist, der dauerhaft von einer Außenstelle der Hauptredaktion aus berichtet. Dabei kann es sich um einen Inlands- oder um einen Auslandskorrespondenten handeln. Der Begriff wird medienübergreifend verwendet. Das bedeutet: Sowohl ein Hörfunk-, Fernseh-, oder Printjournalist kann als Korrespondent arbeiten - auch Agenturen entsenden Korrespondenten. Der Korrespondent ist von der Hauptredaktion engagiert und liefert dieser regelmäßig Hintergrundberichte, Beiträge oder Informationen über Ereignisse und Geschehnisse vor Ort. Nicht zu verwechseln ist die Bezeichnung Korrespondent mit einem sogenannten Fremdsprachenkorrespondent. Dieser übernimmt Übersetzungen, ist jedoch kein Journalist.

Notwendigkeit eines Korrespondenten

Mit dem Entsenden eines Korrespondenten platziert ein Medienunternehmen an einer wichtigen geographischen Stelle einen Journalisten, der kurzfristig und aktuell Informationen liefert. Dadurch werden die Journalisten in der Hauptredaktion unterstützt und entlastet. Darüber hinaus kann der Korrespondent wesentlich schneller auf kurzfristige oder unvorhergesehene Ereignisse vor Ort reagieren und Berichte an die Hauptredaktion zuliefern. Die geographische Platzierung des Korrespondenten hängt vom jeweiligen Medium, Verlag oder Sender ab. Dabei spielt es eine ausschlaggebende Rolle welches Sende- oder Verbreitungsgebiet abgedeckt werden soll. Regionale Medien müssen dementsprechend ein anderes Gebiet mit Korrespondenten abdecken, als ein nationales Medium, wie beispielsweise die ARD oder ein internationales wie die Nachrichtenagentur Reuters. Ein regionales Medium, wie der Bayerische Rundfunk beispielsweise verteilt seine Korrespondenten auf das Bundesland Bayern. Ziel ist es, ein möglichst dichtes Netz an Korrespondenten aufzubauen, so dass zuverlässig, stetig und auch kurzfristig berichtet werden kann. Neben den regionalen Korrespondenten hat fast jede große Redaktion einen Korrespondenten in Berlin. Von dort aus werden die Berichte an die Hauptredaktionen weitergeleitet.

Korrespondentenbericht

Für Walter von La Roche bestehen die Aufgaben des Korrespondenten darin mit kompetenten und einflussreichen Leuten Kontakt zu pflegen und sich bei ihnen zu informieren. Die Qualität des Korrespondentenberichts beschreibt La Roche damit, dass er nicht nur Sachinformationen bietet, sondern darüber hinaus auch Zusatzinformationen liefert, Geschehnisse analysiert und interpretiert. Dabei wird der Korrespondentenbericht jedoch nicht zum Kommentar. Die Meinung des Korrespondenten ist nicht der Inhalt. Vielmehr versucht der Korrespondent, durch sein Hintergrundwissen, Geschehnisse für den Rezipienten einzuordnen und zu deuten.

Voraussetzungen

Laut dem Medien-Informations-Archiv (MIA) sollte ein Korrespondent in jedem Fall eine gute Allgemeinbildung haben, gut organisieren und koordinieren können, flexibel sein und improvisieren können. Darüber hinaus muss er selbständig arbeiten können damit rechnen zeitweise unter großem Zeitdruck arbeiten zu müssen – dies erfordert seelische Stabilität und Stressresistenz. Hinzukommt, dass er offen und unvoreingenommen auf Menschen zugehen können muss und sich dafür interessiert einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können.

Ausbildung

Da ein Korrespondent eine spezifische Form des Journalisten ist, muss er zuvor ebenso eine journalistische Ausbildung, Studium und/oder ein Volontariat abgeschlossen haben. Im Anschluss heißt es dann erst einmal Berufserfahrung sammeln, denn die Stellen eines Korrespondenten erfordert in den meisten Fällen eine langjährige Berufserfahrung.

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