Kostümbildner

Aus MedienWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Kostümbildner arbeiten sowohl beim Film, als auch beim Theater. Dort sind sie zuständig für Kleidung und Ausstattung der Darsteller und Statisten.

Berufsbild

Ob Ritterrüstung, Nadelstreifenanzug oder Punk-Outfit: ein Kostümbildner sorgt für die passende Kleidung der Schauspieler - denn Kleider machen Leute. Die Bedeutung der Garderobe der Darsteller ist nicht zu unterschätzen, sie trägt wesentlich dazu bei, ob ein Film als authentisch empfunden wird oder wie ein Theaterstück wirkt.Gehört zum überzeugenden Outfit auch eine Maske dazu, übernimmt dies der Maskenbildner.

Im Drehbuch hat der Autor festgelegt, welche Kostüme für die einzelnen Rollen erforderlich sind. Über genaue Details und Ausführung entscheidet dann der Kostümbildner in Rücksprache mit dem Regisseur. Dafür fertigt er Skizzen und Entwürfe an, die so lange geändert und angepasst werden, bis die künstlerische Leitung zufrieden ist. Also dann, wenn die Entwürfe die beabsichtigte Stimmung gut untermalen.

Ein Kostümbildner ist auch für die Beschaffung der Kostüme zuständig. Er entscheidet also, ob Stücke aus dem Fundus geeignet sind, inwiefern diese umgearbeitet werden müssen, oder ob er gar etwas völlig Neues herstellt. Auch um die Accessoires, wie Tücher oder Handtaschen kümmert er sich.

Bei großen Kinoproduktionen kümmern sich Kostümbildner auch um den organisatorischen Ablauf. Da müssen Anproben mit den Schauspielern abgehalten werden und Änderungen in die Wege geleitet werden. Auch das vom Produzenten zugeteilte Ausstattungsbudget gilt es zu verwalten und sinnvoll einzusetzen.

Voraussetzungen

Kreativität und Fantasie sind für Kostümbildner absolute Pflicht. Ebenso wie Zeichenkünste und Kenntnisse in Dramaturgie und Stilkunde. Weil sich Kostümbildner auch oft um organisatorische Dinge kümmern müssen, sind kaufmännische Fähigkeiten ebenfalls wichtig. Auch ein gutes Händchen für den Umgang mit Menschen, besonders auch in stressigen und hektischen Situationen, sind für diesen Beruf erforderlich.

Wenn du diesen Ausbildungsweg einschlagen will, solltest du die Schule mindestens mit mittlerer Reife abgeschlossen haben.

Ausbildung

Einen klar festgelegten Ausbildungsweg gibt es für Kostümbildner nicht. Als Grundlage für eine Ausbildung zum Kostümbildner empfiehlt sich meist eine Schneiderlehre, da man dort das praktische Handwerk lernt. Als Schulabschluss sollte mindestens die Mittlere Reife vorliegen, besser aber noch Abitur, da mittlerweile oft ein abgeschlossenes Studium der Fachrichtung Kostümbild gewünscht wird. Zum Beruf kann ein Studiengang an einer Modefachschule, Kunstakademie oder Designhochschule in einer Fachklasse für Bühnen- und Kostümbildner oder für Kostümgestalter führen. Der Berufseinstieg klappt wie so oft in der Medienbranche am besten über Praktika. Am besten beginnt man dabei bei kleineren Produktionen oder als Assistent eines bereits erfahrenen Kostümbildners.

Weblinks