Marktforscher

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Marktforscher führen Markt- und Wettbewerbsanalysen für Wirtschaftsunternehmen oder Verbänden durch. Der Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher beschreibt das Berufsbild des Marktforschers wie folgt: „Marktforscher, also Markt-, Meinungs- und Sozialforscher ist derjenige, der mit wissenschaftlich orientierten Methoden Forschung für bestimmte Zwecke verantwortlich und qualifiziert betreibt.“ Konkret bedeutet das in den meisten Fällen, Märkte und Kundenbedürfnisse zu erforschen. Damit können beispielsweise Produkte oder Dienstleistungen verändert und verbessert werden. Darüber hinaus liefern Marktforschungsergebisse wichtige Erkenntnisse in Bereichen wie Personaleinsatz, Controlling oder Vertrieb. Besonders in der Konsumgüterindustrie spielt die Marktforschung eine große Rolle – beispielsweise wenn neue Produkte eingeführt werden sollen, eine Produktpalette verändert, eine Kampagne gestartet oder neue Marktanteile gewonnen werden sollen. Marktforschung zählt zu einem wichtigen Instrument des Marketings.

Methode

Die Methode der Befragungen, beispielsweise zur Kundenzufriedenheit mit bestimmten Produkten, ist eine im Marktforschungsbereich geläufige und wird oft von Call Centern durchgeführt. Die Umfrageergebnisse können wichtige Einflussfaktoren bei Unternehmensentscheidungen sein. Bei jeder Form der Marktforschung ist die Einhaltung wissenschaftlicher Standards unerlässlich. Vorwiegend bezieht sich die Marktforschung auf die Disziplinen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Sie ist jedoch nicht auf einzelne Disziplinen festgelegt. Darüber hinaus haben sich die Marktforschungsverbände ethische Verhaltensregeln auferlegt. Diese garantieren beispielswiese die Anonymität der befragten Personen.

Arbeitsbereiche

Die Arbeitsbereiche eines Marktforschers können sein: Marktforschungsunternehmen (beispielsweise: Gesellschaft für Konsumforschung, GfK), Unternehmen mit eigener Marktforschungsabteilung, Unternehmensberatungen oder die Werbewirtschaft. In Deutschland ist Nürnberg der bedeutendste Marktforschungs-Standort, gefolgt von Frankfurt, Hamburg und München. Rund ein Sechstel der 14 000 deutschen Marktforscher arbeiten in Nürnberg.

Ausbildungsweg

Um als Marktforscher zu arbeiten wird in den meisten Fällen ein einschlägiges Studium im Bereich Markt-, Kommunikationsforschung oder Sozialwissenschaften, erwartet. Aber auch mit einem Statistik- oder Psychologiestudium kann in der Marktforschung gearbeitet werden. Seit 2009 bietet die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg einen eigenen Marketing-Master-Studiengang mit drei eigenständigen Marketing-Lehrstühlen an. Neben der universitären Ausbildung gibt es seit 2006 auch eine staatlich anerkannte Berufsausbildung zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS).

Voraussetzungen

Eine Vorliebe für Zahlen, Mathematik, Statistik und logisches Denken sollten angehende Marktforscher in jedem Fall mitbringen. Denn genau diese Bereiche werden es sein, mit denen sie sich intensiv beschäftigen werden. Neben Auslandserfahrung während des Studiums sind besonders wichtig: analytisches Denken und systematische Arbeitsweise. Darüber hinaus sind Kenntnisse in Computer-Statistik-Programmen wie SPSS erforderlich.

Tagungen und Weiterbildungen

  • Messe/Tagungen: Research & Results-Messe (München), GfK-Jahrestagung, Icon Added Value Congress, halbjährliche WiGIM-Fachtagungen
  • Weiterbildung: Nürnberger Akademie für Absatzwirtschaft, WiSo-Führungskräfte-Akademie (integriert in Grundig Akademie), Bayerische Akademie der Werbung und Marketing.

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