Maschinist

Aus MedienWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Wie es der Name bereits nahelegt, kümmert sich der Maschinist im Theater um alles, was mit Maschinen zu tun hat beziehungsweise von ihnen bewegt wird. Er ist für die komplette Ober- und Untermaschinerie einer Bühne zuständig und bedient dabei die beweglichen und automatisch gesteuerten Bühnenelemente.

Aufgaben:

Per Knopfdruck lässt er beispielsweise den sogenannten Eisernen Vorhang vor jeder Vorstellung nach oben, und öffnet damit den Bühnenraum für die Augen der Zuschauer, und lässt ihn nach der Vorstellung wieder herunter. Und auch für Drehbühnen, Vorhänge, Kulissen, Podien oder Versenkungen ist er zuständig. Mit unsichtbarer Hand lenkt er die Position der Kulissen und lässt damit neue, veränderte Spielräume auf der Bühne entstehen. Dabei arbeitet er auf genaue Anweisung des Regisseurs oder des Choreografen eines Stücks. Um deren Vorstellungen exakt umsetzen zu können, entwickelt er technische Konzepte und Ablaufpläne, die sowohl mit der Beleuchtungstechnik als auch mit der Tontechnik und dem Bühnenbild abgestimmt sind. Des Weiteren veranlasst der Maschinist, dass die gesamte Veranstaltungstechnik gewartet und instand gehalten wird. Unter den Bühnenhandwerkern wird er oftmals am besten bezahlt.

Voraussetzung:

Wer als Maschinist im Theater- oder Bühnenbeitrieb arbeiten möchte, der sollte sich in jedem Fall mit Bühnentechnik auskennen und erste Berufserfahrung im Theaterbetrieb mitbringen. Darüber hinaus sollte ein angehender Maschinist selbständig und sorgfältig arbeiten und ebenso verantwortungsbewusst wie zuverlässig sein. Um mit den unterschiedlichsten Maschinen umgehen zu können, sollte er darüber hinaus technisches Verständnis mitbringen und sich mit Elektronik und Schaltanlagen auskennen. Da während der Vorstellung oft nur wenig Zeit für Umbauten bleibt, muss er auch in stressigen Situationen genau, schnell und präzise arbeiten können. Nicht zu vergessen ist die Bereitschaft sich auf zeitlich flexible Arbeitszeiten einzustellen, denn die Vorstellungen finden oft in den Abendstunden oder am Wochenende statt.

Ausbildung:

Der Werdegang eines Maschinisten beginnt im Theater meist als Bühnenhandwerker und führt dann erst zur Position des Maschinisten. Eine spezielle Berufsausbildung zum Maschinisten gibt es jedoch nicht. Da jedoch Kenntnisse im Kulissenbau, in der Bühnenausstattung oder im Messebau vorteilhaft sind, kann eine handwerkliche duale Ausbildung einen sinnvollen Grundstein für den Beruf legen.

Arbeitsmöglichkeiten:

Theater und Opernhäuser sind für Maschinisten ebenso übliche Arbeitsorte wie etwa Museen, Konzerthallen oder Musicalbühnen. Aber auch in anderen Fachbereichen, wie etwa bei der Feuerwehr, werden Maschinisten angestellt. Dafür gelten jedoch andere als die hier genannten Voraussetzungen.

Weblinks: