Maskenbildner

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Prominente schminken, normale Menschen in Ungeheuer verwandeln und kunstvolle Frisuren zaubern - der Beruf des Maskenbildners ist vielseitig. Mehr über die Arbeitsweise eines Maskenbildners beim Film oder am Theater erfahrt ihr in unserem Video:


Aufgaben:

Seine Aufgaben haben sowohl künstlerische als auch handwerkliche Elemente. Denn wenn es darum geht ein phantastisches Ungeheuer entstehen zu lassen, sind seiner Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Er entwirft und skizziert seine Vorstellungen und erarbeitet Entwürfe. Damit daraus letztendlich dann aber auch zwei- oder sogar dreidimensionale Masken werden, muss er auch mit Schere, Nadel, Faden und Pinsel umgehen können. Darüber hinaus muss sich der Maskenbildner mit den unterschiedlichsten Schminktechniken auskennen. Denn: Ob er am Theater oder beim Film arbeitet, macht sich beim Schminken durchaus bemerkbar. Wer für die Bühne schminkt, tunkt den Pinsel schon mal tiefer in den Farbtopf, damit die Augen und Lippen der Schauspieler auch noch aus der letzten Zuschauerreihe attraktiv oder bedrohlich aussehen. Dafür muss großzügig geschminkt werden. Kleine Details fallen nicht so sehr ins Gewicht. Anders hingegen beim Film. Hier soll der Schauspieler auch dann noch einen optisch-perfekten Teint haben, wenn der Kameramann für eine Nahaufnahme ganz nah an das Gesicht heranzoomt. Maskenbildner arbeiten mit Künstlern, Models und Regisseuren zusammen und stimmen sich meist auch mit Kostümbildnern ab. An großen Theatern kann der berufliche Werdegang zum Chefmaskenbildner führen. Er übernimmt zusätzlich koordinierende und kaufmännische Aufgaben.

Voraussetzungen:

Handwerkliches Geschick, künstlerisches Verständnis und Kreativität sind drei wesentliche Voraussetzungen, die ein angehender Maskenbildner mitbringen sollte. Um Maskenentwürfe selbst zu erstellen, sollte er zeichnen und malen können; um die Entwürfe umzusetzen sollte er nähen können. Da es am Theater während Proben- und Vorstellungszeiten schon mal hektisch zugehen kann, sollte ein Maskenbildner stressresistent und belastbar sein. Da er mit vielen Schauspielern und Kollegen zusammenarbeitet sollte er teamfähig und kontaktfreudig sein. Englischkenntnisse sind hilfreich, wenn etwa eine Zusammenarbeit mit ausländischen Schauspielern ansteht. Wer später einmal selbständig arbeiten möchte, sollte sich auch betriebswirtschaftliches Wissen aneignen.

Ausbildung:

Mindestens vier verschiedene Wege führen in den Beruf des Maskenbildners: eine duale Berufsausbildung, eine schulische Ausbildung, der Besuch einer privaten Maskenbildnerschule und ein Studium. Die duale Berufsausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet abwechselnd in der Berufsschule und der Ausbildungsstätte (beispielsweise am Theater) statt. Deutschlandweit gibt es jedoch nur wenige Berufsschulen, etwa in Baden-Baden, Berlin, Hamburg und Köln. Bei einer schulischen Ausbildung lernen die Schüler das praktische Handwerkszeug bei Projektarbeiten und in schulinternen Schminkräumen. Von den Bewerbern wird in der Regel ein Hauptschulabschluss erwartet. Bei späteren Bewerbungen werden jedoch Absolventen mit mindestens mittlerem Bildungsabschluss bevorzugt eingestellt. Ein Pluspunkt kann eine zusätzliche Ausbildung zum Friseur, Visagisten oder Kosmetiker sein. Ebenso wie die staatliche Berufsausbildung, dauert auch die Ausbildung an privaten Maskenbildnerschulen meist drei Jahre. Anfallende Schulgebühren müssen die Schüler selbst aufbringen. Wer Maskenbild studieren will, kann sich beispielsweise an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden oder an der Bayerischen Theaterakademie in München umsehen.

Arbeitsmöglichkeiten:

Maskenbildner arbeiten zumeist bei Film und Fernsehen, am Theater, der Oper oder für Musicalbühnen. Aber auch bei Modenschauen und in der Werbung werden Maskenbildner gebraucht. Nicht selten arbeiten sie auch selbständig auf Rechnung. Die Verdienstmöglichkeiten sind in den meisten Fällen eher gering. Gleichzeitig wird allerdings eine hohe Einsatzbereitschaft erwartet. Dass eine Arbeitswoche aus mehr als 40 Stunden besteht, ist keine Seltenheit. Und auch auf Schichtarbeit – zwölf bis 14 Stunden – sollten sich Maskenbildner einstellen.

Weblinks: