Medienkaufmann

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Im Zuge der Reform des Berufsbildes wurde der ‚Verlagskaufmann’ in Medienkaufmann umbenannt. Auch die Ausbildungsordnung für diesen Beruf wurde den veränderten Marktbedingungen angeglichen. Durch den Wandel von Verlagen zu Medienhäusern ist eine breite Produktpalette entstanden mit der Medienkaufleute im beruflichen Alltag konfrontiert sind.

So müssen sich Medienkaufleute mit den herkömmlichen Print-Produkten (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften etc.) genauso gut auskennen wie mit den neuen Medien, etwa Hörbücher, CD, DVD, Online-Sites und Handy-Content. Das neue Berufsbild soll sowohl für die Allrounder und Spezialisten der Medien- und Verlagswelt als auch für verlagsnahe Multimediaunternehmen Relevanz haben.

Aufgabe von Medienkaufleuten ist die Vermarktung von Medien, besonders im Buchverlagsgeschäft müssen sie die Balance zwischen Profit und geistigem Inhalt der Werke finden. Einerseits dürfen sie die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verlieren, andererseits auch nicht die kulturelle Bedeutung eines Buches. Medienkaufleute arbeiten in der Regel in diesen Abteilungen eines Verlages:

  • Lektorat
  • Marketing
  • Marktforschung
  • Rechnungswesen
  • Verwaltung
  • Vertrieb
  • Anzeigen
  • Personalabteilung
  • Herstellung
  • Verlagsproduktion

Zu den allgemeinen Tätigkeiten gehören die Beratung der Vertriebs- und Anzeigenkunden, die Vermarktung der Produkte, die Koordination zwischen Außendienst und Verlag und die Analyse der Märkte.

Persönliche Voraussetzungen

  • Interesse für kaufmännische Aufgaben
  • mathematische Begabung
  • ausgeprägtes Kostenbewusstsein
  • Organisationstalent
  • Flexibilität

Ausbildung

Medienkaufmann/-frau ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, die Ausbildung dauert je nach Schulabschluss zwei bis drei Jahre. Für Medienkaufleute gibt es in 30 deutschen Städten an öffentlichen Berufsschulen eigene Verlagsfachklassen, deren Besuch die betriebliche Ausbildung ergänzt.

Inhalte der Ausbildung (kleine Auswahl)

  • Arbeitsorganisation
  • Marketing
  • Vertrieb
  • Anzeigen
  • Steuerung und Controlling
  • Beschaffung und Lagerhaltung
  • Redaktion und Lektorat
  • Marketing, Verkauf und Vertrieb
  • Marktanalyse und Zielgruppenbestimmung
  • Rechte und Lizenzen

Medienkaufleute haben gute Chancen sich in kleineren und mittleren Verlagen zu profilieren. Wer erfolgreich sein will sollte die zahlreichen Fort- und Weiterbildungen wahrnehmen. Es gibt einige Möglichkeiten der Zusatzqualifikation, beispielsweise eine Weiterbildung zum Verlags-Fachwirt oder einen Bachelor/Master in einem betriebswirtschaftliche oder journalistisch-publizistische Studiengang. So kann man sich den Weg bis in die Geschäftsführung eines Verlages ebnen.

Literatur

Mervie Vernal: Digitales im Verlagswesen - Basiswissen für Medienkaufleute Digital und Print. BoD, Norderstedt 2011

Prüfungstrainer Medienkaufmann/-frau Digital und Print

Flasdick, J. Strukturwandel in Medienberufen: Neue Profile in der Content-Produktion

Bremenfeld, E. Fachwissen Medienkaufmann /-frau Digital und Print

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