Medienstandort Bayern

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Medienstandort Bayern

Bayern ist der führende Medienstandort Deutschlands und nimmt auch international einen Spitzenrang ein. Hier gibt es einen Überblick über den Medienstandort Bayern.

Fakten

Allein im Großraum München sind mehr als 29.000 Medienunternehmen ansässig (Quelle: IHK-Studie 2010). Bayern ist ein bedeutender Standort für Druck- und Printmedien und nimmt durch sein vielfältiges und kreatives Angebot eine herausragende Stellung ein. Bemerkenswert ist sowohl das Zeitungs- und Zeitschriftenaufkommen (z.B. Burda, Süddeutscher Verlag, Verlagsgruppe Random House) als auch die Stellung im Verlagswesen, wo rund 6.000 Mitarbeiter ganz Bayern flächendeckend durch Zeitungen, Webportale oder E-Paper-Ausgaben mit Informationen versorgen. Die Anzahl täglich verkaufter Zeitungen von den Mitgliedsverlagen des VBZV beträgt ca. 2,5 Mio. Auch als Fernseh- und Radiostandort belegt Bayern einen Spitzenplatz, da sich die bayerische Medienlandschaft durch fünf bundesweite Voll- und 13 Spartenprogramme sowie 56 Pay-TV- und fünf Teleshopping-Kanäle auszeichnet. Ein ähnlich hohes Aufkommen gilt für den Hörfunk mit drei bundesweiten Angeboten, einem landesweiten Programm, 62 Lokalradios sowie drei landesweiten und 13 lokalen Digitalradios. Zusätzliche Attraktivität wird durch die Film- und Gamesproduktion verliehen. Da Bayern auch einer der führenden Filmstandorte Deutschlands ist, reicht das Angebot von der Produktion über den Vertrieb bis zur Technik; wobei sämtliche Schritte des Produktionsprozesses abgedeckt sind. Die Bavaria Film Gruppe (www.bavaria-film.de) mit ihren zahlreichen Tochterunternehmen ist einer der filmischen Hauptakteure und das Bavaria Studio in München/Geiselgasteig zählt zu Europas bedeutendsten Studiobetrieben. Auch wird für den Hightech- und Medienstandort Bayern die Computer- und Videospielindustrie als Wachstumsfaktor zunehmend wichtiger, was sich auch daran zeigt, dass sich bereits eine Reihe namhafter Unternehmen in Bayern angesiedelt haben.

Studien

Nach einer Studie der IHK zum Medienstandort München vom Oktober 2010 waren Ende 2010 im IuK (Informations- und Kommunikationstechnologie)- und Medienbereich über 371.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (einschließlich 12 000 Auszubildende) beschäftigt. Dabei betrug der erwirtschaftete Umsatz im Jahr 2010 71 Mrd. Euro, wobei auf den klassischen Medienbereich 19,5 Mrd. Euro entfielen. Seit 2007 hat die Anzahl der IuK- und Medienunternehmen um 6 % zugenommen und mit einem Investitionsvolumen von 6,6 Mrd. Euro im Jahre 2009 die Voraussetzungen geschaffen, um den Aufschwung vorzubereiten und international wettbewerbsfähig zu bleiben. Laut einer Studie des Unternehmensberaters Ernst & Young (mitgeteilt von FGF e.V. = Fördergemeinschaft Filmtechnik in Bayern sowie der Cinec, Filmtechnik-Messe) erwirtschaftet allein der Standort München rund 40 Prozent aller bundesweiten Umsätze bei filmwirtschaftlichen Unternehmen. 23 der deutschen TOP-100-Medienunternehmen haben ihren Sitz in Bayern sowie rund 2.000 filmwirtschaftliche Produktionsbetriebe mit ungefähr 9.000 Beschäftigten (Anteil bundesweit: 23 Prozent).

Erfolgsfaktoren

Hard Facts

Vorausschauende Planung hat dafür gesorgt, dass in Bayern und insbesondere im Wirtschaftsraum München eine hervorragende Infrastruktur für Medienunternehmen geboten ist. Mit Förderung des Freistaats Bayern entwickelt sich beispielsweise die Region um Ismaning und Unterföhring zu einem Medien-Cluster, an dem sich laufend neue Medienunternehmen ansiedeln. Das in Private-Public-Partnership getragene Gründerzentrum b-neun unterstützt Existenzgründer und junge Unternehmen aus dem gesamten Medien- und Kommunikationsbereich. Dazu stellt das b-neun Büroflächen bereit, sorgt für die Ausstattung mit innovativer High-Tech-Infrastruktur und bietet ein umfassendes Beratungsangebot. Die Medienwirtschaft findet in Bayern hervorragende Produktionsbedingungen. Ein wichtiger Faktor hierfür ist die Vielzahl von Medienunternehmen, die alle Stufen des Produktions- und Verwertungsprozesses abdecken. Die Nähe zu Zulieferern erleichtert die Herstellung, die Nähe zu Kunden den Absatz der Produkte. Die Möglichkeit von Kooperationen mit anderen Medienunternehmen hilft Synergien zu realisieren. Mit dem fernsehgerechten Ausbau einer Halle der Messe München sowie der Unterstützung bei der Errichtung einer neuen, großen Bavaria Filmhalle hat der Freistaat Bayern mit dazu beigetragen, die Produktionsbedingungen am Standort München erheblich zu verbessern. Die Unternehmen können auf ein breites Angebot qualifizierter Arbeitskräfte zurückgreifen. Zum einen übt die Region München aufgrund ihrer Attraktivität eine Sogwirkung auf Spitzenkräfte der Branche aus. Zum anderen gibt es hier zahlreiche renommierte Ausbildungseinrichtungen, die qualifizierten Medien-Nachwuchs heranziehen: Die Hochschule für Fernsehen und Film, die beiden Universitäten, die Fachhochschulen sowie die zahlreichen medienspezifischen Ausbildungseinrichtungen sind Talentschmieden für die innovativen Medienmacher von morgen. Um das herausragende Potential der Medienaus- und Fortbildung weiter zu verbessern, haben führende Institutionen im Medienbereich zusammen mit dem Freistaat Bayern den MedienCampus Bayern e.V. gegründet. Vorsitzender des Vereins ist der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Erwin Huber. Ziel ist es, Angebot und Nachfrage im Medienausbildungsbereich zusammenzuführen sowie Synergieeffekte zwischen den Ausbildungseinrichtungen zu ermöglichen. Gute Finanzierungsmöglichkeiten sind gerade für die Medienbranche essentiell. Über den FilmFernsehFonds Bayern (www.fff-bayern.de) stehen im Freistaat Bayern über 30 Mio. Euro jährlich für die Film- und Fernsehförderung bereit. Zusätzliches privates Kapital (10 Mio. Euro) wurde auf Initiative der Staatskanzlei durch eine Reihe von Banken im Rahmen des BayerischenBankenFonds für die Filmproduktion aktiviert.

Soft facts

In Bayern herrscht ein medien- und wirtschaftsfreundliches Klima und ausgeprägter Unternehmergeist. Traditionell genießt in Bayern unternehmerischer Erfolg hohe Wertschätzung bei Politik und Gesellschaft. Die Attraktivität und der hohe Freizeitwert Bayerns und der Region München sind ein wichtiger Faktor für die Spitzenstellung des Medienstandorts. Sowohl Unternehmen wie qualifizierte Arbeitskräfte siedeln sich da an, wo neben Infrastruktur und guten Verdienstmöglichkeiten auch das soziale und kulturelle Umfeld stimmt. Das Kölner "Empirica Institut" verleiht der Wirtschaftsregion München unter 3000 europaweit untersuchten Mitbewerbern das Prädikat "Attraktivster Standort". Das einzigartige Freizeitangebot mit der Nähe zu Seen und Alpen, mit der Staatsoper, renommierten Theatern und Museen sowie einer regen jungen Kulturszene ist gleichzeitig Inspirations- und Regenerationsquelle für eine Branche, die mehr als andere auf Innovation und Kreativität angewiesen ist. Branchen-Events wie die Medientage München, der Bayerische Filmpreis, der Bayerische Fernsehpreis, der Bayerische Printmedienpreis und der Dokumentarfilmpreis sind für die Medienschaffenden Treffpunkt für Erfahrungsaustausch und Entwicklung von Visionen und Innovationen, aber auch Plattform zur Kontaktpflege und Anbahnung neuer Geschäfte.

Links

Website über den Medienstandort Bayern

Medienstandort-Agentur für den Freistaat Bayern

IuK- und Medienstandort München, Studie der IHK 2010