Medientage Passau

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Medientage Passau

Überblick

Die Veranstaltung

Fünf Jahre lang fanden an der Universität Passau einmal jährlich die Medientage statt. Aus dem zu Beginn zweitägigen Symposium hat sich inzwischen ein viertägiges Event herausgebildet, das unter der Schirmherrschaft des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft von Prof. Dr. Ralf Hohlfeld steht und von Studierenden der Bachelor- und Masterstudiengänge Medien und Kommunikation organisiert wird. Im Jahr 2011 fanden die Medientage, thematisch unter dem Motto Social Media - Ein Tweet sagt mehr als 1000 Worte, im Zeitraum vom 2.November bis 5. November 2011 in den Räumlichkeiten der Universität Passau statt. Die Veranstaltung bot mehrere Vortragsreihen, eine Podiumsdiskussion sowie verschiedene Workshops, die von Fachleuten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Journalismus rund um das Motto Social Media abgehalten wurden. Videomitschnitte zu den Veranstaltungen der Medientage Passau 2011 finden sich auf unserer Homepage unter der Rubrik "Video-Mittschnitte".

Themen

Thematische Schwerpunkte 2011:

Basierend auf der unbestrittenen Relevanz des Internets stellt Social Media einen zentralen Aspekt der Kommunikation und Informationsvermittlung dar. Die Möglichkeit einer persönlichen Ansprache im Social Media schafft eine Nähe, die dem Internet bis dato oft abgesprochen wurde. In diesem Rahmen lässt sich das eigene Netzwerk, sei es von Einzelpersonen oder von Unternehmen, wie bei einer Kettenreaktion erweitern. Dabei entstehen über neu gewonnene Kontakte nicht nur neue Ideen, sondern auch neue Verbreitungsmöglichkeiten und eine breitere Resonanz. Dabei bietet das Internet, insbesondere das Social Networking, nicht nur für Kommunikationsfachleute viele Optionen, sondern Social Media ermöglicht auch Wirtschaftsunternehmen, Politikern oder Journalisten vielfältige Möglichkeiten.

Wirtschaft

Im Rahmen der Wirtschaft bietet Social Media die Möglichkeit zu einer einfachen und schnellen Kontaktaufnahme mit der Zuliefererbranche, Kundenstämmen oder auch Fachkollegen. Schnell lassen sich Ansprechpartner bei PR-Dienstleistern oder Agenturen finden, um die eigene Öffentlichkeitsarbeit effektiver zu gestalten. Social Media ermöglicht zudem einen Dialog im Angesicht der Zielgruppe, so dass die Möglichkeit zur öffentlichen, direkten Kommunikation zwischen Wirtschaft und Kunde immer mehr in den Vordergrund tritt.

Politik

Politiker und Parteien können im Rahmen von Social Media Wahlkampf betreiben, Nachwuchs anwerben oder auch die eigenen Ansichten zu aktuellen politischen Fragen veröffentlichen und die eigene Resonanz im Publikum schnell und unkompliziert ablesen. Insbesondere in Wahlkampfzeiten sind die einzelnen Politiker und Parteien stark auf Onlineplattformen wie Facebook vertreten und versuchen durch starke Präsenz und große Nähe zu Wählern die Meinungsbildung in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Journalismus

Für den journalistischen Berufszweig stellt vor allem Twitter eine Möglichkeit für schnelle Informationsverbreitung dar. Unabhängig von lokalen Gegebenheiten oder schwerer technischer Ausrüstung können Informationen aus erster Hand zeitnah per Smartphone weitergegeben und im gesamten Internet verbreitet werden. So können auch andere User in sozialen Netzwerken von Journalisten zur Recherche herangezogen werden. Social Media bietet erstmals die Chance, aus den Nutzern aktive Quellen zu machen.

Recht

Soziale Netzwerke bieten Unternehmen heute gänzlich neue Möglichkeiten, Kunden für die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu gewinnen und an sich zu binden. Dabei dürfen aber die bestehenden rechtlichen Grenzen niemals außer Acht gelassen werden. Vor allem im Hinblick auf den Datenschutz zeichnet sich im Bereich der Social Media eine besonders große Problematik ab. Da die Social Media Nutzung im Internet auch keinen Halt vor den nationalen Grenzen macht, die Datenschutzbestimmungen dagegen aber dem nationalen Recht unterliegen, werden diese Schwierigkeiten noch weiter verschärft.

Besucher

Mit dem Thema Social Media wurde ein breites Spektrum an Interessenten angesprochen. Wir wollten dabei nicht nur Fachleute und Hochschulangehörige aus dem Medienbereich für die Medientage begeistern, sondern auch Studierende anderer Fachrichtungen und weitere Interessierte. Mit Social Media haben wir uns deshalb 2011 für ein Thema entschieden, mit dem inzwischen fast jeder in irgendeiner Weise eigene Erfahrungen gemacht hat und das höchst aktuell ist. Die aktive Nutzung von Social Media stellt heute eine unserer häufigsten Beschäftigungen im Kontakt mit dem Internet dar: das Internet erscheint uns hier allgegenwärtig. Da die Veranstaltung von Studierenden ausgerichtet wird und auf dem Universitätsgelände stattfindet, stellen natürlich die Studenten aller Fachrichtungen, Professoren und Mitarbeiter einen großer Bestandteil unseres Publikums dar. Die Medientage Passau 2011 wollen aber ebenso Medienschaffende und Forscher, sowie Wissenschaftler ansprechen. Außerdem sind natürlich auch Schüler, die Passauer Bevölkerung und alle weiteren Interessierten herzlich als Besucher eingeladen.

Attraktivität und Bekanntheit

Bereits bei vergangenen Medientagen haben wir schon bei den Studierenden der Fachrichtung Medien und Kommunikation erfreulich hohe Besucherzahlen verzeichnen können. Das breit gefächerte Themengebiet des Jahres 2011 ermöglichte es uns aber, noch mehr Studierende und Dozierende aus verschiedenen Bereichen anzusprechen, insbesondere auch in den Fachbereichen Wirtschaft, Politik, Recht und Medien. Die Ausweitung unseres Publikums war eines unserer primären Ziele, das nicht zuletzt durch die hingebungsvolle Arbeit unseres Public Relations-Teams erreicht werden konnte. Um jedem Interessenten einen Einblick in die Programmgestaltung der Medientage gewähren zu können, wurden schon vorab eine eigene Homepage und spezifische Auftritte in sozialen Netzwerken gestaltet. Zudem gab es Kooperationen mit der Campus Crew, dem Universitäts-Radio, dem Uni Kino, sowie dem Cineplex Kino Passau, um unser Publikum studiengangsübergreifend und auch über die Universität hinaus zu vergrößern.

Referenten & Workshops

Die Referenten der Medientage Passau 2011 und die Teilnehmer der Podiumsdiskussion stammtem aus ganz unterschiedlichen Bereichen der vorab erläuterten thematischen Schwerpunkte und ermöglichten so ein breites Spektrum an Themenbereichen und Sichtweisen. 2011 zu Gast waren unter anderem: Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD, Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de, Karsten Wenzlaff, ehemaliges Mitglied im Wahlkampfteam von Barack Obama, und Michael Praetorius, der auch den Beinamen „Social Media Guru“ trägt. In den angebotenen Workshops hatten die Studierenden die Chance unter Anleitung der Fachleute aus der Praxis einzelne Aspekte des jeweiligen Themenschwerpunkts selbst zu erarbeiten. Als Workshopleiter konnten wir beispielsweise den Social Media-Berater Bernd Pitz, den Juristen/Medienexperten und -journaliste David Röthler, sowie Dr. Daniela Kraus, Geschäftsführerin des forum journalismus und medien wien, Dr. Andreas Bachmeier, Geschäftsführer von wbpr in München, und Nina Diercks, Expertin im Bereich Social Media Recht, gewinnen. Den Studierenden wurden in den Workshops praxisnahe Einblicke aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln gewährt, die nicht nur bei der späteren Berufswahl von Nutzen sein können, sondern auch dem Vorurteil des Hochschulabsolventen als Bücherwurm entgegenwirken.

Finanzierung

Die Medientage Passau werden durch freiwillige Sponsoren finanziert und stützen sich auf eine freundschaftliche Kooperation von Hochschule und einzelnen Unternehmen aus unterschiedlichen wirtschaftlichen Gebieten. Die finanzielle Unterstützung wird vor allem für die Unterbringung der Referenten, deren Anfahrtskosten und entsprechende Verpflegung verwendet. Die Vorträge und Diskussionen können nicht extra honoriert werden - hier hoffen wir wie auch in den letzten Jahren weiterhin auf die persönliche Überzeugung der Referenten, die Medientage Passau als Informations- und Mitteilungsplattform nutzen und unterstützen zu wollen. Für die Aufwandsentschädigung der workshopleitenden Referenten wurden bisher 5 Euro pro Workshopteilnehmer erhoben, um Ausgaben und Mehraufwand der Workshopleiter zu vergüten. Um einen kleinen Teil des Budgets selbst abdecken zu können, werden traditionellerweise an allen Vortragsabenden Getränke und Snacks angeboten, der Großteil der benötigten Summe wird aber in Form von Sponsoring von Unternehmen aus der Region eingeholt. Wir freuen uns hierbei auch über die großzügige Unterstützung durch den Medien Campus Bayern e.V., der in den vergangenen Jahren schon als wohlwollender Sponsor der Medientage Passau in Erscheinung getreten ist.

Ziel

Sei es die Meinungsbildung, die Informationsbeschaffung oder die Erlangung finanzieller Vorteile, Social Media beinhaltet viele Möglichkeiten, die nicht nur positive, sondern auch negative Auswirkungen für den Einzelnen mit sich bringen können. Im Rahmen der Medientage Passau 2011 wurden die Fragen, welche Rolle Social Media heute in all den vorab genannten Kontexten spielt und wie sie dadurch unser Leben verändert - zwar sicherlich nicht erschöpfend, doch aber sehr anregend und erhellend - beantwortet.

Weitere Informationen, sowie das Programm der Medientage Passau 2011 finden Sie auf der Homepage der Medientage Passau 2011.

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