Moderator

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Das Wort Moderator stammt aus den USA und bedeutet »Vermittler« oder »Mittelsmann«. Moderatoren "vermitteln" den Hörern und Zuschauern das Programm. Auch was im lateinischen Wortursprung steckt, passt: "lenken", "leiten".

"Moderator" ist kein Beruf, zumindest nicht im journalistischen Bereich, sondern nur eine Form journalistischer Arbeit beim Radio oder Fernsehen. Die Chance dazu bekommt oft erst, wer zuvor erfolgreich als Redakteur, Reporter oder Nachrichten-Präsentator gearbeitet hat und natürlich die erforderlichen Voraussetzungen mitbringt. Dennoch gibt es immer wieder auch Quereinsteiger, besonders bei kleineren Privatsendern, bei jungen Formaten und bei Musik- und Unterhaltungsmoderatoren. Da geben dann Stimme und Talent den Ausschlag, und auch Mut und Hartnäckigkeit bei der Bewerbung. Moderatoren/innen werden meist auf den Webseiten der Sender vorgestellt. Dort finden sich oft auch interessante Informationen zum Werdegang.

Anforderungen

Die Grundanforderungen an Moderatoren sind überall dieselben, unabhängig von Sender und Einsatzgebiet. Sie müssen:

  • eine gute Stimme haben,
  • sympathisch und natürlich "rüber kommen",
  • glaubwürdig sein,
  • "verkaufen" können,
  • schnell reagieren, gute Nerven haben und
  • die technischen Abläufe im Selbstfahrer-Sendestudio beherrschen.

Was noch dazu kommt an Voraussetzungen, ist weitgehend abhängig vom Format des Programms, den Anforderungen einzelner Sendungen (Sendungsstrecken oder Schienen) und auch der Tageszeit. So muss etwa der »Morning-Man« schon munter und präsent sein, wenn andere die Zähne noch nicht auseinander kriegen. In informationsbetonten Sendungen braucht der Moderator Fachwissen über Politik und Zeitgeschehen, Sport oder Unterhaltung – je nachdem. Der Musik-Moderator (auch noch Diskjockey, "DJ" genannt), muss einen Bezug zu der Musik haben, die er "verkaufen" soll, obwohl er sie nicht ausgesucht hat. Das macht die Musikredaktion.

In den Begleitprogrammen – vor allem beim Privatfunk – ist der Moderator zum generellen Begleiter durch das Programm geworden, der ohne Beschränkung auf bestimmte Inhalte und Ressortgrenzen dem Hörer alles vermittelt: von der Verkehrs- und Wettermeldung über die Musikansage bis hin zum informativen Interview. Der "Cross-over-Moderator" sollte zumindest eine breite Allgemeinbildung haben.

Aufgaben

Die Aufgaben des Moderators sind vielfältig:

  • dem Programm »ein Gesicht« geben, Hörerbindung herstellen,
  • Programminhalte verbinden (s.u.), d.h. aus Einzelelementen (Musik, Beiträgen, Verpackungselementen) ein (Gesamt-)Programm werden lassen,
  • Sendung fahren (vgl. dort), also den technischen Sendungsablauf im Selbstfahrer-Studio gewährleisten.

Literatur

  • Axel Buchholz / Walther von La Roche: Radio-Journalismus, [[Journalistische Praxis] Springer VS, 10. Aufl. Wiesbaden 2013, siehe auch Radio-Journalismus online
  • Michael Rossié: Sprechertraining. Berlin (Econ Journalistische Praxis) 5. Aufl. 2009, Lese- und Hörproben
  • Michael Rossié: Frei sprechen. Berlin (Econ Journalistische Praxis) 3. Aufl. 2009, Lese- und Hörproben

Siehe auch

Weblinks