Musiker – Pop und Rockmusik

Aus MedienWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Musiker – ‚klassische’ Musik

Das Berufsbild Musiker ist vielschichtig und wer mehr möchte als in einer Punkband die berühmten drei Akkorde schrummeln, ist mit einer profunden Ausbildung gut beraten. Dies gilt für den Bereich Pop bzw. Rockmusik genauso wie für den hier beschriebenen 'Klassiker'. Aber auch mit großem Talent und hervorragenden Kenntnissen ist eine steile Karriere noch nicht garantiert. Kreativität, Vielseitigkeit, ein großes Repertoire und ein gut funktionierendes Netzwerk sind Grundlagen für den oft reichlich harten Job eines ‚Profimuckers’.

Orchestermusiker

Wer im klassischen Bereich als Instrumentalist/in unterkommen will, ist mit seinem Instrument meist von Kindesbeinen an vertraut. Gute Erfahrungen sammelt man im Schulorchester oder in einem freien Jugendorchester. Talentierte Kinder und Jugendliche können viele Ausbildungsangebote wahrnehmen, sei es an den staatlichen Musikhochschulen, vielzähligen privaten Schulen oder im Einzelunterricht bei engagierten Musikpädagogen.

Studium Orchestermusiker

Die Voraussetzung für ein Studium an Universitäten oder Musikhochschulen ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis. Außerdem wählen die Hochschulen ihre Studierenden durch eigene Zulassungsverfahren aus.

In den meisten Bundesländern ist das Studium der Orchestermusik auch ohne Hochschulreife möglich, wenn eine besondere künstlerische Begabung nachgewiesen werden kann. Besonders talentierte Jugendliche können in Einzelfällen bereits während der Schulzeit als sogenannte ‚Jungstudenten’ angenommen werden. Auch an Musikakademien kann man Orchester- bzw. Instrumentalmusik studieren und mit einer ‚Orchester-Reifeprüfung’ abschließen.

Eine ziemlich hohe Hürde ist bereits vor dem Studium zu überwinden: die Aufnahmeprüfung. Diese besteht meist aus:

Vorspielen von 4 Stücken aus mindestens 3 Epochen Vom - Blatt - Spiel eines einfachen Stückes (Hauptinstrument) 2 Stücke aus verschiedenen Epochen (Nebeninstrument) Klausuren in Musiktheorie und Gehörbildung Nach einem abgeschlossen Bachelor-Studium (3-4 Jahre) während dem man so viel wie möglich bereits in diversen Formationen (Symphonie-Orchester, Kammerensembles etc.) sein Können unter Beweis gestellt haben sollte, kann noch ein ‚Masterstudium’ angeschlossen werden. Wer aber endlich seinen Job als Musiker/in professionell betreiben will, der bewirbt sich für Probespiele bei Orchestern, die in den einschlägigen Fachzeitschriften und im Internet ausgeschrieben sind. Auch die Zusammenarbeit mit einer Künstleragentur bietet sich an. Mit zusätzlichem Knowhow (z. B. Schwerpunkt Filmmusik) kann man auch als Arrangeur arbeiten.

Job Orchestermusiker

Arbeit für ausgebildete Musiker gibt es bei Sinfonie-, Opern- oder Kammerorchestern etc. entweder fest angestellt oder freiberuflich als ‚Springer’. Regelmäßige Probenarbeit dient der Pflege und Erneuerung des Repertoirs, das Üben auf dem Instrument bleibt tägliche Aufgabe von Musikern! Die erarbeiteten Stücke werden in Konzertsälen, Opernhäusern, Kirchen oder auf Freilichtbühnen zur Aufführung gebracht und/oder für diverse Tonträger eingespielt. Neben dem Honorar des Auftraggebers erhalten Musiker, die Mitglied bei der GVL sind dort weitere Vergütungen.

Literatur

Heiner Gembris ; Daina Langner: Von der Musikhochschule auf den Arbeitsmarkt : Erfahrungen von Absolventen, Arbeitsmarktexperten und Hochschullehrern, Augsburg : Wißner, 2005

Walter Salmen: Beruf: Musiker : verachtet - vergöttert - vermarktet ; eine Sozialgeschichte in Bildern, Kassel [u.a. u.a.] : Bärenreiter [u.a. u.a.], 1997

Weblinks