Musiklehrer

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Musiklehrer arbeiten z.B. an Grund-, Haupt- und Realschulen sowie an Gymnasien. Sie lehren den Schülern das Singen und Instrumente spielen, vermitteln ihnen Grundkenntnisse in Musiktheorie und Musikgeschichte, und im besten Fall die Freude am Musizieren.

Die Gestaltung des Musikunterrichtes an Schulen richtet sich nach Lehrplänen, in denen bestimmte Inhalte für den Unterricht festgelegt sind; diese lassen aber ebenfalls Platz für Kreativität. Die Art des Unterrichts richtet sich v.a. nach Alter und Ausbildungsstand der Schüler. So werden Kleinkinder in der Regel spielerisch an das Musizieren herangeführt, wohingegen an Gymnasien etc. auch die wissenschaftlichen Aspekte der Musikgeschichte und der Musiktheorie einen wichtigen Teil der Ausbildung darstellen.


Angehende Musiklehrer sollten musikalisches Talent, pädagogisches und didaktisches Geschick mitbringen, eine fundierte Ausbildung absolvieren (Lehramtsstudium Musik) und möglichst mehrere Instrumente beherrschen.

Neben dieser festangestellten Position gibt es für Musiklehrer/innen viele Möglichkeiten auf Honorarbasis (auch nebenberuflich) an privaten Musikschulen zu arbeiten. Dieses Betätigungsfeld hat gegenüber staatlichen Schulen den Vorteil, dass die Schüler meist freiwillig den Unterricht besuchen und/oder besonders begabt sind.

Viele Musiker bieten neben ihrer Konzert-Tätigkeit etc. Privatunterricht an, wo sie sich ganz den individuellen Bedürfnissen der Schüler widmen können.

Ausbildung

Das Studium ‚Lehramt Musik’ wird an Musikhochschulen angeboten und dauert in der Regel sieben (Realschule) bis neun Semester (Gymnasium). Studieninhalte sind:

  • 1-2 Instrumente
  • Schulpraktisches Klavierspiel
  • Gesang
  • Chorleitung
  • Orchester-und Bigband-Leitung
  • Tonsatz
  • Gehörbildung
  • Musikwissenschaft
  • Musikpädagogik und -didaktik
  • Medienpädagogik (Musik & Computer)

Hinzu kommen schulische Fachpraktika und schulische Ensemblepraxis.

Vor dem Beginn des Studiums ist eine Eignungsprüfung abzulegen, die eine künstlerische / praktische Prüfung und eine schriftliche / mündliche Prüfung des theoretischen Bereichs umfasst.

Exkurs: Musikpädagogik

Früher als ‚Musikerziehung’ bezeichnet, umfasst die Musikpädagogik, wissenschaftlich betrachtet, Didaktik und Pädagogik in Bezug auf das Fach Musik. Musikdidaktik fragt danach wozu Musik, mit welchen Inhalten, Mitteln und Medien vermittelt werden soll. Damit ist die Methodik der Musikpädagogik angesprochen.

Gleichzeitig ist Musikpädagogik Teil der allgemeinen Pädagogik und beachtet z. B. deren Erkenntnisse darüber, dass Menschen besonders lernen können, wenn sie motiviert sind, sie etwas herausfordert, sie aber nicht überfordert werden.

Die musikpädagogische Forschung hat herausgefunden,  dass der Umgang mit Musik so früh wie möglich im Leben beginnen soll und auf allen Ebenen der Aneignung am sinnvollsten, nachhaltigsten und effektivsten ist.

Ausgangspunkt für eine Erforschung der Muskpädagogik ist bereits die Frage, „Was ist Musik?“. „Wie wirkt Musik?“, „Was bedeutet Musik?“ und „Welche Funktion hat Musik?“ (in der Werbung, in politischen Kontexten, im Fußballstadion, in der Disco …)

Der Musikpädagogik werden so genannte Transfereffekte zugeschrieben, wie z.B.

  • Die Entwicklung von positiven Persönlichkeitsmerkmalen
  • Teamfähigkeit
  • Steigerung der Intelligenz

Alles in allem also ein sehr wertvoller, kreativer Job!

Literatur

Studienführer Lehramt, J. Willms, Lexika Verlag

Weblinks