Nachricht

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Bei der Nachricht geht es um die pure Information über ein aktuelles Ereignis. Häufig geht ihr eine voraus , die sich durch besondere Kürze auszeichnet. In der Nachricht ist keine eigene Meinung oder Wertung gefragt, der Nachrichtenjournalist gibt auch nicht seine Eindrücke kund, sondern liefert sachliche Information über ein aktuelles Ereignis. Er tut das in klar formulierten, möglichst kurzen Sätzen. Die Nachricht in einer Tageszeitung ist meist nicht länger als 15 - 25 Druckzeilen bzw. 1000 Zeichen, im Radio und TV nicht länger als eine Sendeminute.
Man kann den Aufbau dieser journalistische Darstellungsform mit einer umgedrehten Pyramide vergleichen: die wichtigste Information steht am Anfang und dann folgt die Ausführung, z.B. indem die Nachricht Hintergrund und Vorgeschichte des Ereignisses schildert. Der Stil ist beinahe spröde, verzichtet auf Ausschmückungen. Im seriösen Journalismus wird die Nachricht strikt vom Kommentar getrennt.

Für alle journalistischen Gattungen gilt: Ein Artikel muss Informationen enthalten, die den Leser interessieren und deren Kenntnis für ihn wichtig ist. Dies erreicht man indem der Artikel nach dem W-Fragen-Prinzip aufgebaut ist. In allen informationsorienten Darstellungsformen wie z.B. in der Nachricht steht die Beantwortung der ‚7 W-Fragen’ an erster Stelle:

  1. Wer ist beteiligt?
  2. Was ist geschehen?
  3. Wo?
  4. Wann?
  5. Wie (Einzelheiten)?
  6. Warum?
  7. Woher stammt die Information?

Stil und Formulierung

Der Einstieg ist das Wichtigste: Der Kern der Nachricht wird genannt, bestimmte Reizwörter verlocken zum Weiterlesen. Wer keine Zeit oder Lust hat, den Artikel bis zum Ende zum Ende zu lesen/hören, sollte durch die ersten Sätze über den Gesamtsachverhalt informiert sein. Das bedeutet, dass die Quintessenz des gesamten Artikels bereits in in den ersten Sätzen des Artikels klar wird . Im weiteren Verlauf des Artikels können dann zusätzliche Informationen zu der Hauptaussage folgen.

Die Nachricht vermittelt objektive Informationen in kurzen Sätzen mit möglichst wenig Nebensätzen und schmückenden Beiwörtern. Formulierungen sind in Hinsicht auf das Gesamtverständnis zu korrigieren, wobei u.A. manches Adjektiv dem Rotstift zum Opfer fallen wird.

Klarheit und Einfachheit sind wichtig. Zitate sind erlaubt, wenn sie den Kern treffen und als solche gekennzeichnet sind z.B. durch den Verweis auf „gut unterrichtete Kreise“. Besondere Vorsicht ist geboten vor Floskeln, die unbeabsichtigt eine Tendenz in die Nachricht bringen können. So enthält z.B. das Wörtchen ‚nur’ bereits ein Tendenz zur Meinungsäusserung des Journalisten.

Eine ausgewogene Berichterstattung besteht darin, dass der Autor strikt auf Objektivität achtet!

5 Kriterien der Objektivität

  • Finden, nicht erfinden
  • Verdichten, nicht erdichten
  • Beschreiben, nicht vorschreiben
  • Sagen, was ist – nicht, wie man‘s gerne haben möchte
  • Berichten, nicht richten

Objektiv sein heisst, die Wirklichkeit richtig beschreiben., d.h. dieFakten müssen stimmen und die Informationen sind vollständig und ausgewogen. Die Nachricht enthält keine Meinungsäusserung des Autors und die Meinungsäusserungen anderer sind klar erkennbar.

Literatur

Gabriele Hooffacker, Klaus Meier: La Roches Einführung in den praktischen Journalismus. 20. Auflage. Wiesbaden (Journalistische Praxis) 2017, Website mit weiterführenden Informationen zum Beruf

Cappon/Fleckenstein: Associated Press-Handbuch. Journalistisches Schreiben

Clark/Winter: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben - Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter

Häusermann: Journalistisches Texten: Sprachliche Grundlagen für professionelles Informieren

Schneider, W. : Deutsch für junge Profis: Wie man gut und lebendig schreibt

Links

Website mit weiterführenden Informationen zum Beruf

http://www.dpa.com/dpa-news-talent.1006.0.html
Instrumente der Pressearbeit
Was ist Pressearbeit?
http://www.abcdesjournalismus.de/so-macht-man-nachrichtenfilme/

https://www.dpa-news.de/start.jsf?nh=prj719.1

http://de.reuters.com/

http://www.afp.com/de/home/

http://www.ddpdirect.de/