Promoter

Aus MedienWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Musikpromoter/in

Kein Sänger und kein Musiker wird ‚berühmt’ werden, wenn nicht die richtigen Leute für ihn im Hintergrund engagiert arbeiten. Ob bei der Aufnahme im Tonstudio ein Produzent, Arrangeur, Tontechniker und um den fertigen Song effizient unter die Leute zu bringen, die Plattenfirma, A&R- Manager und eben der Musikpromoter.

Ohne Musikpromoter läuft gar nichts im Musikbusiness. Sie stehen mitten im Geschehen, sind ständig Gast auf Promi-Partys, hängen stundenlang am Telefon und vor ihrem Mail-Account. Kein Gedanke an geregelte Arbeitszeiten – ein Traumjob aber nicht für jedermann.

Zwar unterscheidet man zwischen Presse-, TV,- und Radiopromotern, doch für den erfolgreichen Promoter gilt es, in allen Medienbereichen präsent zu sein, um die größtmögliche Aufmerksamkeit für sein aktuelles ‚Produkt’ zu erreichen. Das bedeutet im beruflichen Alltag:

  • Bemusterung von Fachmagazinen und Publikumszeitschriften
  • Bemusterung Radiosendern und TV-Stationen
  • Interviews klar machen
  • Tourplanung im Zusammenarbeit mit Bookern
  • Pressekonferenzen abwickeln
  • Begleitung der Künstler bei Medienaktivitäten
  • Kontaktpflege zu möglichst vielen Medienschaffenden

Wie überall spielt auch bei der Musikpromotion das Internet eine immer größere Rolle. Viele Musikjournalisten holen sich die neuesten Infos beim Musik Promotion Network ab, das von den Promotern online bemustert wird (s.u.).

Ausbildung

Zwar gibt es eine Ausbildung, die da heißt: Kauffrau/- mann für audiovisuelle Medien mit Promotion als Ausbildungsschwerpunkt, tatsächlich sind die meisten Promoter über Praktika, eigene Musikertätigkeit o. Ä zu ihrem Job gekommen. Ein Studium von Musik-und Medienwissenschaft (wird in Paderborn und Hannover angeboten!) schadet natürlich auch nicht.

Wie bei allen Jobs in der Musikindustrie ist der Berufseinstieg sehr schwer. Promotion-Agenturen beschäftigen meist wenige Mitarbeiter, Musiklabels geben Aufträge oft an Freelancer ab. Unbedingt sollte man sich um Praktika in der Musikbranche oder musiknahen Medien bemühen!

Ganz wichtig für diesen Job ist der ‚volle Durchblick’ im Musikbusiness, Interesse und Verständnis für die Musik, man sollte offen und kontaktfreudig sein und eine gute Portion an Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen mitbringen.

Hier ein paar Schlagworte aus dem Job des Musikpromoters:

Bemusterung bedeutet nichts weiter als das Versenden von Promo-Material an die verschiedenen Multiplikatoren wie DJs, Zeitschriften, TV- und Radiostationen usw. Immer häufiger wirde das Medium Internet zur Online-Bemusterung benutzt. In diesem Zusamenhang hat sich eine sehr erfolgreiche Plattform etabliert, das

Musik Promotion Network, in dem über 200 Radiostationen, 700 Labels und ca. 3500 Musikredakteure gebündelt Zugang zu allen wichtigen Neuerschein- ungen und den entsprechenden Infos haben. Das MPN bietet auch Radiosendern die Möglichkeit, Musik in CD-Qualität direkt in ihr Sendearchiv zu übertragen.

Cross-Promotion ist eine Sonderform der Promotion und bedeutet z.B. dass eine Limonadenfirma die Werbekampagne eines Labels für ihren neuen Star mitträgt. So lassen sich Werbekosten teilen und man profitiert von dem Image der anderen Werbetreibenden. Sprich es werden gleichzeitig mehr Limonade und mehr CDs verkauft.

Literatur

Musikvermarktung im Internet: Über Geschäftsmodelle der Musikindustrie im digitalen Zeitalter und Möglichkeiten für Musikpromotion im Internet, Roland Thurner, VDM Verlag Dr. Müller

Zurück zum Kunden - Wie die Musikindustrie durch kundenorientierte Innovation eine neue Wertschöpfung erreichen kann, Etienne Doussin, Grin Verlag

Weblinks