Sänger

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Wohin geht der erste Blick des Publikums bei einem Konzert? Logisch, auf den Sänger/die Sängerin – auf sie richtet sich ja auch der hellste Spot der Lichttechnik. Und auf diesen Punkt richten sich auch deine Träume, wenn du selbst Sänger werden willst. Der Weg dorthin ist für die meisten weit und erfordert eine Menge Kraft und Durchhaltevermögen. Eine gute Ausbildung ist dabei sehr hilfreich.

Die erste Voraussetzung ist natürlich eine ‚gute Stimme’, das kann man schon mal in einer Amateurband oder in einem Chor ausprobieren. Da du als Sänger oft im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehst, solltest du ein attraktives oder charismatisches Äußeres haben und möglichst auch tänzerisches Talent.

Du musst „performen“ können. Außerdem ist es sehr von Vorteil, wenn du ein Instrument spielen kannst, schließlich ist auch der Sänger ein Musiker! Wenn du auch noch das Songwriting beherrscht, dann ist das ein Superplus für’s Showbusiness.

Ausbildung

Klassischen Gesang kann man an Musikhochschulen und Universitäten studieren. Entweder als Hauptfach oder Schwerpunkt eines anderen Studiengangs, z.B. Musikpädagogik (wenn’s mit der großen Karriere nicht klappt, bleibt die Möglichkeit, als Musiklehrer seine Brötchen zu verdienen).

Bis zum Bachelorabschluss dauert’s mindestens 3 und höchstens 4 Jahre. Damit ist häufig ein direkter Berufseinstieg möglich. Wer den Ehrgeiz hat, leitende Positionen zu erreichen hängt ein Masterstudium an. (Dauer: 1-2 Jahre).

Die folgenden Fächer werden gelehrt:

  • Gesang
  • Klavier
  • Korrepetition
  • Schauspielunterricht
  • Gehörbildung
  • Tonsatz
  • Instrumentenkunde
  • Akustik
  • Musikgeschichte
  • Musikwissenschaft

Zulassungsvoraussetzung für ein Studium an Universitäten und  Musikhochschulen ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (Kultusministerium oder Staatliches Schulamt) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis. Hinzu kommt eine spezielle Aufnahmeprüfung.

Daneben wählen die Hochschulen ihre Studierenden auch zunehmend durch eigene Zulassungsverfahren aus. Bei Nachweis einer besonderen künstlerischen Begabung kann die Aufnahme je nach Hochschule auch unabhängig von der vorausgegangenen Schulbildung erfolgen.

Wer keinen klassischen Abschluss anstrebt hat die Möglichkeit sich bei einer der zahlreichen privaten Musikschulen anzumelden. Das ist eine kostenintensivere Variante. Auf jeden Fall ist eine professionelle Gesangsausbildung auch im nicht-klassischem Bereich von großem Vorteil!

Casting

Wer nicht sowieso in einer Band singt oder solo als Singer/Songwriter auftritt, wird sich bereits während der Ausbildung um Jobs bemühen. Im Internet, in Fachzeitschriften und am Schwarzen Brett der Musikschule findest du sicher genügend Angebote – gute Sänger/innen sind immer gesucht! Und die Herausforderung eines Caster ‚Vorsingens’ sollte man so oft wie möglich annehmen, das bringt Routine und mit der Zeit mehr Gelassenheit im Umgang mit anderen Musikern.


Ob es Sinn macht, sich beim Casting einer TV-‚Superstar’-Show zu bewerben, muss jeder für sich selbst entscheiden. Klar ist die Konkurrenz groß, nicht jeder hat die Nervenkraft sich dem harten Training und abwertenden Kommentaren der Profis auszusetzen. Frag Dich, was es Dir wert ist, eventuell für kurze Zeit berühmt zu sein, aber für längere Zeit mit einem bestimmten Image behaftet zu sein ...


Business

Neben der begehrten Position des Leadsängers gibt es eine Menge Jobs, die du als Sänger machen kannst, z.B.:

  • Backgroundsänger/in von Solokünstlern bzw. Bands
  • Klassischer Chor (Opernbühnen, Rundfunk, Orchester etc.)
  • Musicals
  • Studioarbeit

Du wirst auf den unterschiedlichsten Bühnen, großen wie kleinen, und immer mehr oder weniger im Rampenlicht stehen. Das erfordert neben den Auftritten tägliches Proben und Arbeiten an der Stimme und der Entwicklung von Gesangsstücken, denen du deine individuelle Färbung gibst. Im Studio und bei der Vorbereitung von musikalischen Events geben Arrangeure und Produzenten Anweisung zur Gestaltung des Vortrags.

Und nicht nur an an der gesanglichen Qualität muss gefeilt werden, sondern am gesamten Ausdruck, der Körperhaltung, Mimik, Gestik und anderen darstellerischen Herausforderungen.  Bist du z. B. für ein Musical engagiert, müssen die Tanzsequenzen und schauspielerischen Fähigkeiten trainiert werden.

Das schöne aber auch anstrengende an künstlerischen Berufen ist eben, dass immer wieder neue Herausforderungen auf dich zukommen und der Job nur selten in langweiliger Routine verkümmert!

Weblinks