Seitenmeister

Aus MedienWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Seitenmeister oder auch Seitenbühnenmeister genannt, gehört zum technischen Personal eines Theaters. Er ist zuständig für eine der beiden Seiten – links oder rechts – des Bühnenraumes. Hier koordiniert, dirigiert und organisiert er alle anfallenden technischen Umbauten – während der Probenzeit und während der Aufführungen. Ist von der Regie eine szenische Verwandlung auf der Bühne vorgesehen, wir diese vom Seitenmeister umgesetzt beziehungsweise veranlasst.

Aufgaben:

Dabei arbeitet er eng zusammen mit seinem Vorgesetzen, dem Bühnenmeister. Hierarchisch gesehen ist der Seitenmeister der Stellvertreter des Bühnenmeisters. Mit langjähriger Berufserfahrung kann er auch zum Bühnenmeister aufsteigen. Den Bühnenhandwerkern weist der Seitenmeister zu verrichtende Umbauarbeiten zu. Anschließend überwacht und kontrolliert er deren fachgerechte und sichere Umsetzung. Jedem Seitenmeister steht für seine Bühnenseite ein Team zur Seite, mit deren Unterstützung er den reibungslosen Ablauf der technischen Umbauten garantieren kann. Seine Aufgaben sind in etwa mit denen eines Vorarbeiters zu vergleichen. Damit die Abläufe hinter der Bühne gut koordiniert werden, sprechen sich die Seitenmeister beider Bühnenseiten ab und stimmen ihre Aktivitäten aufeinander ab – auch mit den Maschinisten. Um den Überblick über die vielen einzelnen Arbeiten, Umbauten und szenischen Veränderungen auf der Bühne zu behalten, erstellt der Seitenmeister einen genauen Ablaufplan. Während der Proben und Aufführungen dient dieser als Koordinationsvorlage.

Voraussetzungen:

Gewissenhaftes Arbeiten und Teamfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen für einen Seitenmeister. Denn die Aufführung kann nur dann reibungslos und pannenfrei über die Bühne gehen, wenn Umbauten und technische Abläufe mit allen beteiligten Bühnenhanderkern und koordinierenden Mitarbeitern abgestimmt sind. Da er andere Bühnenhandwerker anweist und als deren Vorgesetzter Entscheidungsmacht innehat, sollte er Führungsqualitäten mitbringen. Koordinieren, den Überblick behalten und auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren – auch das sollten Seitenmeister können. Grundvoraussetzungen sind darüber hinaus ein technisches Verständnis und Kenntnisse des Theaterbetriebes. Wie bei den meisten Theater- oder Bühnenberufen sind unregelmäßige Arbeitszeiten gang und gäbe.

Ausbildung:

Wer sich für den Beruf eines Seitenmeisters interessiert, kann seinen Werdegang zunächst einmal mit einer dualen Berufsausbildung beispielsweise zum Schreiner, Zimmermann, Schlosser oder Maler beginnen. Diese Ausbildungen schaffen bereits eine gute handwerkliche Basis. Um Erfahrungen im Theaterbetrieb zu sammeln ist es denkbar die Ausbildung gleich an einem Theater zu beginnen. Spätestens nach der abgeschlossenen Berufsausbildung sollte der Weg in den Theaterbetrieb führen, um erste Berufserfahrung zu sammeln. Denn, um die Aufgaben eines Seitenmeisters übernehmen zu können, ist Berufserfahrung im Theaterbetrieb notwendig – beispielsweise als Bühnenhandwerker. Wer über die Position des Seitenmeisters hinaus Ambitionen hat die Karriereleiter zu erklimmen, kann zum Bühnenmeister aufsteigen; auch die Position des Technischen Direktors bzw. Technischen Leiters kann mit zusätzlichen Weiterbildungen offen stehen.

Arbeitsmöglichkeiten:

Seitenmeister arbeiten meist an größeren Spielstätten, wie Stadt- oder Staatstheatern, Opernhäusern oder Musicalbühnen. Sie arbeiten nicht alleine, sondern haben meist Kollegen, mit denen sie sich die Aufgaben teilen – nicht selten arbeiten zwei bis vier Seitenmeister an einer Spielstätte. Es ist also keine Position, die an einer Spielstätten nur von einer Person besetzt ist.

Weblinks: