Social Media

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Social Media (auch: Soziale Netzwerke oder Web 2.0) umfasst die kommunikationsorientierten Online-Formate.

Begriff

Der Begriff Web 2.0 stammt aus dem Marketing. Er beschreibt einerseits den User-Generated Content (= von Nutzern selbst erstellter Inhalt und den Austausch untereinander, andererseits steht er für eine Kombination aus technischen Entwicklungen, die ab 2004 durch größere Bandbreiten nutzbar wurden:

  • intelligente Programmierschnittstellen wie Web-Service-APIs, Ajax,
  • Abonnement-Dienste mit RSS
  • oder die sogenannte Social Software wie social bookmarking und folksonomies („Folksonomy“: Kofferwort aus „folks“ und „taxonomy“)
  • Blogs, Twitter, Wikis.

Mit dem Schlagwort Web 2.0 wurden erstmals die medienspezifischen Möglichkeiten der Online-Kommunikation beschrieben. Wo früher Redaktionen darüber entschieden, welche Informationen der Öffentlichkeit angeboten wurden, können heute die Internet-User selbst aktiv und interaktiv am Informations- und Meinungsaustausch teilnehmen. Die Rolle der Journalisten als „Schleusenwärter“ (Gatekeeper) hat sich verändert. Bisher galten die traditionellen Medien als Gatekeeper, die darüber entschieden, was publiziert wurde und was nicht.

Die Veränderung lässt sich vor allem an der sogenannte Blogosphäre (= Gesamtheit aller Blogs, die untereinander verlinkt sind), ablesen. Christoph Neuberger sagt: „Kein anderes Medium erlaubt es den Anbietern, so flexibel auf Nutzererwartungen einzugehen. Allerdings liefern Nutzer den Redaktionen keine fertigen Baupläne, sondern nur Anregungen, die professionell interpretiert und umgesetzt werden müssen.“

Kennzeichnend für Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Google+ sind Kombinationen aus den kommunikationsorientierten Formen mit weiteren Anwendungen wie Geo-Tagging oder gemeinschaftlichem Bewerten und Indexieren von Content. Ebenfalls typisch ist der Einsatz von Bildern, Audio- und Video-Elementen.

Beispiele

Soziale Netzwerke stellen ein ganzes Bündel von Online-Diensten bereit. Dazu zählt die individuelle Benutzerseite samt Mailfunktion ebenso wie die Möglichkeiten des Twitterns und Bloggens. Individuelle Chat-Räumen, aber auch Weblogs, Web-Boards (Diskussionsforen) und Gruppen, mit Applikationen für Mailinglisten oder Newsletter sind möglich. Dazu treten Hilfsmittel für die Kampagnenplanung und Vernetzung der User untereinander. Aber ein Soziales Netzwerk, eine Online-Community ist mehr als eine Website mit zusätzlichen Funktionen wie Chat und Foren.

Gemeinschaftliches Indexieren (social tagging) ist eine Form der freien Verschlagwortung (Indexierung), bei der die User den Inhalten Schlagwörter (tags) zuordnen. Mehrere tags bilden zusammen eine Schlagwortwolke (tag cloud).

Die Folksonomy findet ihre Anwendung hauptsächlich auf Internetseiten beziehungsweise in den von ihnen angebotenen Gemeinschaften, um deren Inhalte zu verschlagworten und zu bewerten. Andere Benutzer finden diese gewichtete Information dann durch die Suche nach einem Schlagwort. Beispiele: Blogeinträge, Fotos oder Soziale Lesezeichen.

Sogenannte Mashups verbinden solche Anwendungen mit weiteren Inhalten des Webs wie Text, Daten, Bildern, Tönen oder Videos. Dabei nutzen die Mashups die offenen Programmierschnittstellen (APIs), die andere Web-Anwendungen zur Verfügung stellen. Über die API von Google Maps kann man beispielsweise Landkarten und Satellitenfotos auf der eigenen Webseite einbinden und zusätzlich mit individuellen Markierungen versehen. Auch die API von Flickr wird oft genutzt, um Fotos in neue Anwendungen einzubinden.

Siehe auch

Literatur

Website zum Buch mit weiterführenden Informationen zum Beruf.