Sounddesigner

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Kaum ein Kinozuschauer nimmt sie bewusst wahr, aber sobald sie fehlen, fällt es auf. Die Rede ist von den Geräuschen. Sie machen den Film erst authentisch und sind neben der Musik verantwortlich für Spannung und Emotionen. Derjenige, der sie erstellt, ist der Sounddesigner.

Berufsbild

Der Sounddesigner erstellt die Geräusche, die dem Zuschauer vermitteln sollen, der Film sei real. Ästeknacken, Türenklappern oder der Start eines Flugzeugs: das alles ist wichtig, um die richtige Atmosphäre zu vermitteln. Die Geschichte wird dadurch glaubhaft. Um die erforderlichen Geräusche zu erzeugen, greift der Sounddesigner oft zu ungewöhnlichen Mitteln: ein Klatschen wird zu einer Ohrfeige oder ein in Bewegung versetztes Metallblech erzeugt ein Gewitter. Dies alles nimmt er im Studio auf, nachdem der Film fertig gedreht ist. Viele Geräusche werden so nachträglich erzeugt, weil sie so besser hörbar sind und besser wirken. Auch die Nachbearbeitung von Dialogen der Schauspieler gehört zum Aufgabenbereich eines Sounddesigners. Mittlerweile gibt es viele fertige Geräusch-CDs, von denen fertige "Sounds" übernommen werden können. Aber auch hier gibt es unzählige Möglichkeiten, sie zu verfremden und für völlig andere Zwecke einzusetzen. Denn wer weiß schon, wie ein Raumschiff in der Zukunft klingt?

Sounddesigner in der Industrie

Heutzutage gibt es auch in vielen großen Unternehmen Sounddesigner, die das Produkt auf Kundenbedürfnisse abstimmen. Zum Beispiel bei Autoherstellern. Diese investieren viel Geld in die Entwicklung möglichst geräuschlos schließender Autotüren oder angenehm klickender Handschufächer. Dafür sind die Sounddesigner zuständig, die sich bestens mit den Eigenschaften der Materialien auskennen und diese so zusammenfügen, dass ein formvollendeter Klang entsteht.

Voraussetzungen

Als Sounddesigner ist Musikalität und ein perfektes Gehör unbedingt erforderlich, da er auf kleinste Feinheiten achten muss. Auch technische Begabung und Teamfähigkeit bringen in diesem Beruf viele Vorteile. Der Schulabschluss sollte mindestens die Mittlere Reife, besser noch Abitur sein.

Ausbildung

Gute Einstiegsmöglichkeiten für den Beruf des Sounddesigners bieten ein Musikstudium oder eine Ausbildung zum Tonmeister. Mittlerweile gibt es aber auch spezielle Studiengänge oder Ausbildungen an Ergänzungsschulen für den Beruf Sounddesigner. Immer hilfreich sind, wie sonst auch in der Medienbranche, Praktika und Volontariate.

Weblinks