Stuntman

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Sie springen von Hausdächern, fliegen über Kühlerhauben und stürzen Treppen hinab – sieht cool aus und macht viel Arbeit. Die Arbeit eines Stuntmans ist bis ins winzigste Teil geplant, der Stuntman ist Teil des Filmteams und folgt einer festgelegten Choreografie des Schreckens.

Die anspruchsvolle Aufgabe, einen Schauspieler für die gefährlichsten Momente des Drehbuchs zu doublen, erfordert viel Fleiß, Geduld und Ehrgeiz. Zu diesem gefährlichen Gewerbe sollte man sich wohl berufen fühlen, keinesfalls ist es ein Job wie tausend andere. Angst ist dabei genau so fehl am Platze wie Übermut, denn beides kann zu fatalen Fehlern führen, die oft böse Verletzungen nach sich ziehen. Der Nervenkitzel muss beim Zuschauer erfolgen, nicht beim Agierenden. Draufgänger gefährden nur sich und andere – ein gerüttelt Maß Respekt vor dem Risiko ist unbedingt angebracht! Wichtig ist für diesen Job sich realistisch einzuschätzen und seine Grenzen zu kennen!

Voraussetzungen

  • gutes Körpergefühl
  • Fitness
  • Disziplin
  • eine gute Auffassungsgabe
  • Kampfsportarten
  • schauspielerisches Talent
  • zuverlässige Selbsteinschätzung
  • Fremdsprachen
  • Teamfähigkeit
  • technisches Verständnis

Ausbildung

Einen staatlich geregelten Zugang zum Beruf gibt es nicht. Ob man sich für diesen Beruf eignet erfährt man schnell bei einem Probetraining, das für gewöhnlich jede Stuntschule anbietet. Während 3 Einheiten bestimmen dabei professionelle Stuntmen für einen Durchschnittspreis von 100 Euro, wie die Chancen stehen als Stuntman einmal seinen Lebensunterhalt verdienen zu können.

Die Ausbildung zum Stuntman dauert zwischen einem und drei Jahren. Die Kosten variieren je nach Schule zwischen 1000 und 2500 Euro pro Jahr. Die Ausbildung der Stuntdoubles ist umfangreich und anstrengend. Sie beinhaltet:

  • Klettern
  • Höhentraining
  • Akrobatik
  • Fall-, und Sprungtechniken
  • Schleudertraining
  • Auto- Kletter- und Waffenstunts,
  • Personenbrand
  • Erste Hilfe
  • Feuerlösch-Übungen
  • Rollenfindung
  • Mimik und Gestik
  • Grundlagen der Schnitt- und Kameratechnik

Stuntmen können nach erfolgter Ausbildung neben TV und Film auch im Event- und Veranstaltungsbereich, z.B. in einem Freizeitpark eine Anstellung finden.

Literatur

Stunts und wie sie gemacht werden: Über die wahren Helden der Actionfilme von Hakan Haslaman von Bender, Mainz

Weblinks