Tänzer

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Wer sich z.B. den Eurovision Song Contest ansieht oder Videos populärer Künstler, weiß, dass kaum ein Act heute ohne Tänzer/innen auftritt. Was vom TV bzw. dem Zuschauerraum aus so locker und leicht, ja zuweilen schwebend aussieht, ist jedoch körperliche Schwerarbeit. Um diesen Beruf auszuüben braucht man eine hohe Motivation, eiserne Disziplin, starken Willen und gute Nerven, um tagtäglich sein Training zu absolvieren. Beste Voraussetzungen hat, wer bereits im frühen Jugendalter mit einem vorbereitenden Training beginnt.

Das Tätigkeitsfeld als Tänzer und Tänzerin erstreckt sich von der Grundlage des klassischen Bühnentanzes über die ganze Breite tänzerisch-künstlerischer Ausdruckformen, zum Beispiel bei Ballettaufführungen, in Opern, Operetten und Musicals. Tanzen ist geprägt von ständigem Üben und Proben für die Aufführungen, sei es im Ensemble oder als Solist.

Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt an unterschiedlichen Schulen und dauert zwischen zwei und vier Jahren. In der Regel wird ein mittlerer Schulabschluss erwartet, an Hochschulen die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. In einer Aufnahmeprüfung ist die künstlerische Begabung nachzuweisen. Je nach Schulart sind die Ausbildungsinhalte verschieden. Das Studium hat z.B. folgende Inhalte:

  • Klassischer Tanz
  • Moderner Tanz
  • Improvisation
  • Folklore
  • Choreographie
  • Anatomie
  • Tanzgeschichte
  • Pantomime
  • Schauspiel
  • Steptanz

Als Musical-Darsteller/in zusätzlich:

Gesangs- oder Sprechpartien einstudieren und interpretieren

Tätigkeitsbereiche

  • Theater
  • Musical-, Varietébühnen
  • Ballettsäle
  • Film- oder Fernsehstudios

Exkurs: Tänzer/in am Theater

Wie der Chor und das Orchester ist auch das Ballett ein eigenes Ensemble. In Deutschland wird es zumeist sowohl in Musiktheaterproduktionen als auch in eigenen Ballettabenden eingesetzt.

Eine Ballettcompagnie ist hierarchisch aufgebaut, so tritt ein fertig ausgebildeter Anfänger als Gruppentänzer (mit 75% der üblichen Gage) in das Ensemble ein. In seltenen Fällen werden Tänzer auch vor Ende ihrer Ausbildung als so genannte Eleven (Nachwuchstänzer) aufgenommen.

Tänzer mit langer Erfahrung und besonderer Begabung können Vortänzer werden und in dieser Position Solorollen bekommen.

Der Ballettdirektor leitet das Ensemble, entscheidet (mitunter unabhängig vom Intendanten) über das Engagement der Tänzer und ist an der Gestaltung des Ballettspielplans beteiligt. Der Ballettdirektor ist auch der erste Choreograf seiner Compagnie. Da die Choreografie noch weit mehr als die Regie Vertrautheit mit dem künstlerischen Ausdrucksrepertoire verlangt, sind im Ballett sämtliche Leitungspositionen mit ausgebildeten Tänzern besetzt.

Der Ballettmeister ist verantwortlich für das tägliche Training zur Erhaltung und Förderung der körperlichen Kondition, sowie für die Probendisposition; als Abendspielleiter überwacht er die Repertoirevorstellungen.

Der Choreograph ist Autor und Regisseur einer Tanzaufführung. Ähnlich wie Komponist und Arrangeur ‚erfindet’ er Schritte und Bewegungen, deren Ablauf die musikalische Aussage begleitet und verdeutlicht, bzw. als Pantomime eine Handlung vorführt.

Literatur

  • "Als Tänzer ist man nie am Ziel": Vladimir Malakhov im Gespräch mit Jan Stanislaw Witkiewicz [Musiknoten]
  • Konstantin Tsakalidis, ‚Choreographie - Handwerk und Vision: Fachbuch für Choreographen, Tänzer und Performer’, Stage Verlag
  • Prince Amaho,  ‚How To Prepare: Mein erster Schritt ins Showgeschäft - Die perfekte Vorbereitung für angehende Sänger, Tänzer, Schauspieler, und Models zum Casting ... Ein Ratgeber mit Insider-Tipps und Tricks’, Ziethen Medien

Weblinks