Toningenieur

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Es gibt Tonmeister, Toningenieure und Tontechniker. Wo genau liegt nun der Unterschied? Im Grunde sind die Aufgaben eines Toningenieurs in weiten Teilen identisch mit denen des Tonmeisters. Die unterschiedliche Bezeichnung drückt nicht etwa eine Rangfolge aus, sie hat vielmehr historische Gründe. Tonmeister/-ingenieur ist ein graduierter Hochschulabschluss!

Berufsbild

Aufgabengebiete sind umfangreiche Musik-, Medien- und Filmtonproduktionen sowie Tätigkeiten in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Planung/Beratung. Auf Live-Veranstaltungen mischt der Toningenieur den Live-Sound. Er ist verantwortlich und nimmt konkreten Einfluss auf den Mix, die Lautstärke usw. im Zuschauerbereich. Üblicherweise wählt er Mikrofone, Mischpult, teilweise auch Beschallungsanlage (P. A.) usw.

Gerade im Bereich Live-Veranstaltungen ist man besonders auf die Erfahrungen der Toningenieure angewiesen, so sind die jeweiligen örtlichen Bedingungen, Musiker und Künstler usw. teilweise komplett anders. Um sich schnell auf die Gegebenheiten einzustellen benötigt es viel Erfahrung.

Alle tontechnischen Berufe setzen ein Grundwissen voraus über

  • Mikrofone,
  • Schall,
  • Akustik,
  • Wiedergabe etc.

Weitere Voraussetzungen sind eine gute körperliche Konstitution, Belastbarkeit, Flexibilität, Fähigkeit zur Teamarbeit, handwerklich-technisches Interesse, Engagement.

Ausbildung

Das Studium des Toningenieurs umfasst eine Ausbildung in künstlerisch-praktischen, in musiktheoretischen und musikwissenschaftlichen sowie in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern z.B.:

  • künstlerische Aufnahmeleitung
  • Musikübertragung
  • Aufnahmepraxis
  • Instrumentalpraxis
  • Gehörbildung
  • Musiktheorie und -wissenschaft
  • Tonstudiotechnik
  • Medientechnik und Beschallung

Daneben sind Wahlpflichtfächer bzw. -module zu belegen, z.B.

  • Kommunikationsstrategien
  • Chor
  • Orchester
  • Musiktheorie
  • technische Aufnahme- und Interpretationskritik
  • Raumakustik
  • Musikinformatik
  • Film- bzw. Fernsehproduktion

Vor allem an Fachhochschulen sind eine oder mehrere Praxisphasen in das Studium integriert. Dabei kann es sich um ein mehrwöchiges Praktikum in einem Betrieb, eine Projektarbeit oder um ein ganzes Praxissemester handeln. Ziel ist es, das an der Hochschule erworbene theoretische Wissen praktisch anzuwenden.


Weblinks