Universität Bayreuth

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Universität Bayreuth
Rechtsform: Körperschaft des öffentlichen Rechts
Träger:
Gründungsjahr: 1975
Adresse: Geschwister-Scholl-Platz 3
95440 Bayreuth
Telefon: 0921/55 50 77
Telefax: 0921/55 50 42
E-Mail: medienwissenschaft@uni-bayreuth.de
Web: www.medienwissenschaft.uni-bayreuth.de
Leitung: Prof. Dr. Stefan Leible (Präsident)
Ansprechpartner:

Allgemeines

Seit ihrer Gründung im Jahr 1975 hat sich die Universität Bayreuth bewusst als schwerpunktorientierte Forschungsuniversität mit interdisziplinären Strukturen entwickelt. Lehre und Forschung auf hohem Niveau und an den Schnittstellen der Disziplinen, sowie traditionelle und moderne Studiengänge in den Kernbereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Natur- und Ingenieurwissenschaften führen zu international anerkannten Studienabschlüssen.

Im medienwissenschaftlichen Bereich umfasst das Studienangebot die beiden Bachelorstudiengänge "Medienwissenschaft und Medienpraxis" und „Theater und Medien“ sowie zwei Masterstudiengänge namens „Literatur und Medien“ (M.A.) und „Medienkultur- und Medienwirtschaft“ (M.A.).

Für Bachelor-Absolventen einer Literaturwissenschaft gibt es die Möglichkeit, den Mastergrad für Literatur und Medien zu erlangen. Der Masterstudiengang „Medienkultur und Medienwirtschaft“ kombiniert Medien-, Geschichts-, Rechts-, Wirtschafts- und Informationswissenschaft in neuartiger Weise. Dazu existiert auch ein gleichnamiges Promotionsprogramm.

Studiengänge

Medienwissenschaft und Medienpraxis (B.A.)

Wissenschaftliche und praxisbezogene Qualifikationen sind im Bayreuther Bachelorstudiengang »Medienwissenschaft und Medienpraxis« besonders eng miteinander verzahnt. Die Studierenden erwerben wissenschaftliche Fachkenntnisse und praktische Fertigkeiten und somit die Kompetenzen, theoretische Reflexionen und kreative Konzepte miteinander zu verbinden, diese zu beurteilen und medial umzusetzen. Als Studienschwerpunkte bieten wir audiovisuelle Medien und Computerspiele. Die Universität Bayreuth ist damit deutschlandweit die einzige Universität, in der Computerspiele als Schwerpunkt in einem medienwissenschaftlichen Studiengang angeboten werden.

Ziel ist es, die Grundlagen für Analyse, Konzeption, Gestaltung und Umsetzung von Computerspielen zu schaffen. Am Ende des Studiums sollen Sie in der Lage sein, eigene Spiele zu planen, zu entwerfen und prototypisch umzusetzen. Hierzu werden Ihnen zahlreiche Lehrveranstaltungen angeboten und durch freie Projekte ergänzt.

Aufbau und Inhalt

Der Bachelorstudiengang »Medienwissenschaft und Medienpraxis« erhält sein spezifisches Profil durch die Verbindung einer intermedial orientierten Medienwissenschaft mit unterschiedlichen Feldern medialer Praxen.

Der Wissenschaftsbezug des Studiengangs fördert das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten in Form von Recherchen, Referaten, Diskussionen, Hausarbeiten sowie einer das Studium abschließenden Bachelorarbeit. Wissenschaftsorientierte Veranstaltungsformen sind Vorlesungen, Pro- und Hauptseminare sowie Tutorien.

In den anwendungsbezogenen Modulen des Medienbereichs werden mediale Praxen simuliert und reflektiert. Die Studierenden erfahren eine Ausbildung in der Analyse, Konzeption, Produktion und Reflektion von audiovisuellen und interaktiven digitalen Medien. Die Universität und der Standort Bayreuth bieten den Studierenden zahlreiche, für Lehre und Forschung relevante Angebote. Dazu gehören ein fernsehtaugliches Studio mit angeschlossenem Tonstudio, ein sehr gut ausgestattetes Medienlabor, Audioarbeitsplätze, Video-Schnittplätze, ein interaktives Labor für experimentelles Game Design, 3D-Grafik und Visual Effects, Gaming Stationen sowie ein digitales Studio mit Computerarbeitsplätzen und umfangreicher Softwareausstattung. Die Studierenden haben die Möglichkeit, in Teamarbeit sowie unter didaktischer und technischer Betreuung Audiovisionen und Computerspiele auf hohem Niveau herzustellen. Diese können im Rahmen der Lehrveranstaltungen oder als ‚freie’ Projekte entstehen und werden nicht zuletzt auch als Produktionen in Zusammenarbeit mit regionalen Medienanbietern (Radio, Fernsehen, Museen) realisiert.

Zielgruppe

Der Studiengang richtet sich an medienaffine Studienanfänger, die gestalterische und leitende Tätigkeiten in der medialen Produktion, dem Kulturmanagement, der Presse, dem Marketing oder der Erwachsenenbildung anstreben. Zulassungsvoraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife sowie die erfolgreiche Teilnahme am universitätsinternen Eignungsfeststellungsverfahren. Zusätzlich ist ein Kombinationsfach zu belegen. Zur Auswahl stehen die Fächer "Anglistik - Amerikanistik", "Germanistik", "Angewandte Informatik - Multimedia", "Musikwissenschaft", "Religionswissenschaft", "Soziologie", "Arabische und Islamische Sprach- und Kulturstudien", "Afrikanische Sprachen, Literaturen und Kunst" sowie (unter Vorbehalt der Zustimmung der Hochschulgremien sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst) "Wirtschaftswissenschaften".

Theater und Medien (B.A.)

Studieninhalt

Der Bachelorstudiengang Theater und Medien führt zwei Disziplinen zusammen, deren Forschungsachsen an vielen Stellen ineinandergreifen. Der Studiengang zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von wissenschaftlichen und praxisbezogenen Qualifikationen aus.

Die Kombination von theater- und medienwissenschaftlichen Studieninhalten bietet eine solide Grundlage nicht nur für ein weit gefächertes berufspraktisches Feld, sondern auch für eine Fortführung des Studiums in Masterstudiengängen mit fachspezifischen Akzent­setzungen.

Die kulturellen, sozialen, technischen und historischen Funktionen von Theater und Medien stehen im Mittelpunkt dieses fächerübergreifend ausgerichteten Bachelor-Studiengangs. Er führt in sechs Semestern zum international anerkannten Abschluss des Bachelor of Arts (B.A.). Die Studierenden werden an die vielfältigen Erscheinungsformen der Medien in Geschichte und Gegenwart herangeführt; sie lernen historische und aktuelle Entwicklungen des Musik-, Sprech- und Bewegungstheaters kennen.

Die Studierenden erwerben wissenschaftliche Kenntnisse im Bereich von Theater und Medien sowie die Fähigkeit, theoretische Reflexionen in kreative Konzepte einfließen zu lassen und diese medial umzu­setzen.

Der Studiengang leistet folgendes:

  1. Er bietet Studierenden einen berufsqualifizierenden Abschluss im Bereich des Theaters und der Medien, der sie dazu befähigt in diesen Bereichen tätig zu werden.
  2. Er bildet eine Basis für ein anschließendes spezialisierendes Masterstudium im Bereich der Medien oder des Theaters, das später in Form einer Promotion abgeschlossen werden kann.

Methoden

Die im Studiengang vermittelten wissenschaftlichen Kenntnisse fördern das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten in Form von Recherchen, Referaten, Diskussionen, Hausarbeiten sowie einer das Studium abschließenden Bachelorarbeit. Wissenschaftsorientierte Veranstal­tungsformen sind Vorlesungen, Pro- und Hauptseminare, Tutorien und Independent Studies.

Zusätzlich zu den bereits oben beschriebenen theoretisch-methodologischen, historischen und anwendungsbezogenen Kenntnissen werden die Studierenden insbesondere in den Lehrver­anstaltungen des Verzahnungsbereichs gezielt dazu angeleitet, Teamfähigkeit zu entwickeln und im Team Theaterproduktionen und audiovisuelle Produktionen zu gestalten.

Computerspielwissenschaften (M.A./M.Sc.)

Studieninhalt

Der Masterstudiengang Computerspielwissenschaften hat das Ziel, Absolventinnen und Absolventen mit einem weiten medien- und technikwissenschaftlichen Horizont auszubilden und dabei auch kritisch auf ihr Medium zu schauen. Neben der Beschäftigung aus wissenschaftlicher Sicht steht dabei die Entwicklung von eigenen Spielen im Mittelpunkt der Ausbildung. An Computerspielwissenschaften interessierte Studierende finden an der Universität Bayreuth eine moderne technische Ausstattung und branchenübliche Software, ein interaktives Labor, ein Ton- und ein Filmstudio mit Motion-Capturing-System.

Literatur und Medien (M.A.)

Studieninhalt

Der interdisziplinäre Studiengang kombiniert Literatur- und Medienwissenschaft in neuartiger Weise und trägt damit der ständig wachsenden Bedeutung der Medien im kulturellen Sektor Rechnung. Fundiert von literaturwissenschaftlichen und medienwissenschaftlichen Modulen, stehen im Zentrum des Studiengangs die komplexen wechselseitigen Beziehungen zwischen Literatur und Medien. Zum einen wird erarbeitet, inwiefern die Literatur selbst ein Medium ist und Literaturwissenschaft als Medienwissenschaft verstanden werden kann. Zum anderen klärt das Studium das Verhältnis der Literatur zu den anderen Medien %u2013 vom mündlichen Erzählen bis hin zum Film und den Neuen Medien %u2013 und befasst sich mit den Formen des intermedialen Austauschs. Auf diese Weise vermittelt der Studiengang theoretische, textuelle, mediale, historische und kulturelle Kompetenzen.

Forschungsorientierte Studierende können während des Master-Studiums bereits ein Dissertationsprojekt vorbereiten. Es bestehen enge Kontakte zum Internationalen Promotionsprogramm "Kulturbegegnungen - Cultural Encounters - Rencontres Culturelles".

Schwerpunkte

  • Allgemeine Literaturwissenschaft / Literaturtheorie
  • Einzelne Literaturwissenschaften (Anglistik, Germanistik, Literatur in afrikanischen Sprachen, Romanistik
  • Literaturtheorie und Praxis
  • Allgemeine Medienwissenschaft (Medientheorie, Mediengeschichte, Medienanalyse, Neue Medien)
  • Literaturwissenschaft als Medienwissenschaft
  • Kulturstudien
  • Literaturwissenschaft: berufsbezogen.

Zielgruppen und Zugangsvoraussetzungen

  • literaturwissenschaftlich ausgerichteter B.A.-Studiengang bzw. B.A.-Studiengang mit klar literaturwissenschaftlich gerichteten Anteilen mit mindestens 150 ECTS-Punkten
  • B.A. –Abschluss mit der Gesamtnote „gut“ oder besser.
  • Studienbewerber sollten im Rahmen ihres BA-Studiengangs bereits Einführungsveranstaltungen im Bereich Medienwissenschaft besucht haben. Sie sollten Interesse für historische und aktuelle Dimensionen der Medien haben und bereit sein, sich in Medientheorien einzuarbeiten


Medienkultur und Medienwirtschaft (M.A.)

Studieninhalt

Der Masterstudiengang "Medienkultur und Medienwirtschaft" der Universität Bayreuth ist zum Sommersemester 2009 gestartet. Das vielseitige Studienprogramm kombiniert Medien-, Geschichts-, Rechts-, Wirtschafts- und Informationswissenschaft in neuartiger Weise. Es trägt damit der ständig wachsenden Bedeutung der Medien im gesellschaftlichen Umfeld Rechnung. Das forschungsorientierte Curriculum ist geprägt durch eine fächerübergreifende Verbindung von wissenschaftlichen Schwerpunkten mit anwendungsbezogenen Fragestellungen, die das gesamte Spektrum audiovisueller Produktionen vom Film über Radio und Fernsehen bis hin zu den digitalen Medien abdecken. Das Promotionsprogramm "Medienkultur und Medienwirtschaft" wurde zum Sommersemester 2010 eingeführt. Es kann direkt im Anschluss an den Masterstudiengang oder als Quereinstieg absolviert werden.

Der Masterstudiengang und das Promotionsprogramm zeichnen sich durch ein besonderes wissenschaftliches Profil aus, das im nationalen und internationalen Rahmen bisher einzigartig ist. Ein wesentlicher Akzent liegt auf der interdisziplinären Erforschung der Entwicklungs- und Anwendungsfelder der so genannten "Neuen Medien%u201C. In Form transdisziplinärer Projekte zu aktuellen Entwicklungen der Medienlandschaft, z.B. im Bereich des Web 2.0, werden in exemplarischer Weise und "quer%u201C zu den zentralen wissenschaftlichen Säulen des Programms Forschungs- und Analyseprofile entwickelt.

Berufliche Perspektiven

Die Berufsfelder der Absolventen sind vorrangig an den Schnittstellen zwischen (audiovisuellen) Medien, Kultur, Wirtschaft, Recht und Informatik angesiedelt. Nach Abschluss ihres Studiums sollen die Absolventen in der Lage sein, selbständig in der Praxis geeignete Problemlösungen zu erarbeiten und als Medienmanager im weitesten Sinne bei Unternehmen und Organisationen richtungweisende Entscheidungen zu treffen. Dabei ist insbesondere an folgende Tätigkeiten zu denken: Programmgestalter bei TV- und Rundfunkanstalten, Manager/Entwickler von Projekten der digitalen Medien, Produzent, Redakteur, Planer/Manager von Multimediafestivals, Wissenschaftlicher Begleiter/Analytiker von Multimediaproduktionen/ Anwendungen/ Nutzungsmöglichkeiten der digitalen Medien, Medien-Journalist, Rechtsberater von Unternehmen, der Medienbranche oder Sozius/Berater in medienrechtlich ausgerichteten Anwaltskanzleien, Medienmanagement im Sportsektor, Produktentwicklung für Neue Medien, Sportsponsoringagenturen, Weiterbildungsakademien (z.B. E-Learning), Management im Bereich Internet-Publishing und ECommerce.

Zielgruppen und Zugangsvoraussetzungen

  • Die Zulassung zum Studium setzt eine Bachelor-, Master-, Magister-, Diplomprüfung, ein Staatsexamen oder eine gleichwertige Abschlussprüfung an einer in- oder ausländischen Hochschule voraus; und zwar in einem geistes-, staats-, wirtschafts- oder informationswissenschaftlich orientierten Studiengang mit mindestens gutem, bei Juristen mit mindestens befriedigendem (mind. 7,5 Punkte) Erfolg.
  • Des weiteren müssen alle Studienbewerber sehr gute Fremdsprachenkenntnisse in Englisch und einer romanischen Sprache (TOEFL bzw. ALTE) nachweisen können sowie ein Eignungsverfahren erfolgreich absolvieren.
  • Als Zielgruppe des Master-Studiengangs gelten alle Medieninteressierten mit Freunde an international ausgerichteter, anwendungsbezogener Lehre und Forschung sowie erstem berufsqualifiziertem Hochschulabschluss (Bachelor, Master, Magister, Diplom, Staatsexsamen, ect.).
  • Beispielsweise in folgenden Studiengängen:

Medien- und Kommunikation
Theater und Medien
Jura
Wirtschaftswissenschaften
Anglistik/Romanistik/Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Religion mit Kombinationsfach Wirtschaftswissenschaften
Angewandte Informatik

Aktivitäten

Sowohl im Rahmen der Lehrveranstaltungen als auch auf Basis freier Initiativen finden zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen statt, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten.

Folgende Aktivitäten können Sie aktuell in der Medienwissenschaft finden:

Das Universitätsprojekt Campus TV produziert eine monatliche TV-Sendung rund um das Studentenleben und ist inzwischen eine regionale Institution. Der studentische Blog Dispositiv beschäftigt sich mit Medien, die in und um Bayreuth rezipiert werden können. Die alljährliche Mediennacht bei der die besten Filme und Medienproduktionen des vergangenen Jahres vorgestellt. Das Universitätswebradio Schalltwerk ist ein studentisches Radio des AK Webradio der Universität Bayreuth. Viele der Moderatoren studieren Medienwissenschaft. Ab Mai 2011 wird Schalltwerk mit einer Sendung zweiwöchentlich über UKW auf Radio Galaxy zu hören sein. Der Blog Treibholz zum Thema interaktive Medien, wird von der Arbeitsgruppe Digitale Medien betreut. Die Tage des Dokumentarfilms zeichnen sich durch zahlreiche namhafte Gäste aus Wissenschaft und Praxis aus, welche in einem Gastvortrag über Ihre Arbeit berichten.

Weblinks