Zentrum für Druck und Medien (ZDM)

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Zentrum für Druck und Medien (ZDM)
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Rechtsform:
Träger:
Gründungsjahr:
Adresse: Reichenbachstr. 1
85737 Ismaning
Telefon: 089/962287-0
Telefax: 089/962287-77
E-Mail: info@zdm-bayern.de
Web: www.zdm-bayern.de
Leitung: Jens Meyer
Ansprechpartner: Jens Meyer, Björn Panne

Das 2001 gegründete Zentrum für Druck und Medien (ZDM) in Ismaning ist technisch auf dem neuesten Stand und bietet die Möglichkeit, Trainings unter Realbedingungen durchzuführen. Zugleich ist das ZDM das Veranstaltungszentrum der vdmb-Gruppe und Sitz ihrer drei Tochtergesellschaften: • Überbetriebliche Ausbildung gGmbH (üba), die als langjährige Partnerin des Dualen Systems Nachwuchsförderung und Ausbildung für Auszubildende anbietet , • x-medial Bayern GmbH, zuständig für die Weiterbildung von Unternehmern und Führungskräften, das Management des Clusters Druck und Printmedien und Koordinationsaufgaben für das ZDM, • Skill GmbH, Anbieter von Anwendertrainings und Programmschulungen für Fachkräfte der Druckvorstufe.

Kompetenzzentren Süd

Zur Erweiterung des Beratungs- und Schulungsspektrums haben die Verbände Baden-Württemberg, Hessen und Bayern ihre Schulungsstandorte zusammengeschlossen. Die Schulungsumgebung für Drucktechnik ist dabei im ZDM zentralisiert. Der Vorteil für die Mitgliedsunternehmen ist weiter, das zu einheitlichen günstigen Konditionen das jeweilige Angebot an den anderen Standorten genutzt werden kann. Somit ist man zeitlich flexibler.

Qualifizierungsangebot

Das Angebot umfasst die Themenbereiche Technik, Vertrieb, Marketing, Führung, Recht und Betriebswirtschaft, zu buchen als offene Seminare und Workshops. Neben den praxisnahen Inhalten der Seminare und Workshops begrüßen die Teilnehmer den Erfahrungsaustausch, den sie im Netzwerk des ZDM über die Trainingsinhalte hinaus pflegen. Mit Inhouse-Angeboten kommen die Dozenten des ZDM direkt ins Unternehmen und lösen mit den Führungskräften spezielle Anforderungen, entsprechend den jeweiligen Bedingungen des betreffenden Betriebs. Im Zuge von Inhouse-Angeboten lassen sich so betriebsindividuelle Problemstellungen detailliert analysieren und die optimalen Maßnahmen zur zielgerichteten Unternehmensentwicklung finden.

Beispiel I: Qualifizierungsoffensive Druck

Punktgenaues Training rund um die Druckproduktion, wie es das ZDM mit ihrer „Qualifizierungsoffensive Druck“ anbietet, ist zumindest für den deutschen Raum einzigartig. Die Weiterbildung des Fachpersonals im Druck lag bisher weitgehend in den Händen von Maschinenherstellern. Erstmalig offeriert das ZDM als neutrales Kompetenzzentrum praxisnahe Anwendungstrainings zur Optimierung der Druckproduktion. Mit der Anschaffung einer Heidelberg Speedmaster 74 Vierfarben-Maschine neuester Technologie, einer neuen Computer-to-Plate-Anlage und eines neuen Workflow-Systems bietet das ZDM eine unübertroffene Trainingsumgebung für Fach- und Führungskräfte aus der Produktion. Mit einem durchgängigen Farbmanagement und der Zertifizierung nach dem ProzessStandard Offsetdruck ISO 12647-2 befindet sich die Ausstattung auf dem technischen Stand modernster Druckmedienunternehmen.

Beispiel II: Geförderte Qualifizierungsmaßnahmen – Fit für die Medienproduktion

Die täglichen Anforderungen an die Beschäftigten im Umfeld der Druck- und Medienproduktion steigen seit vielen Jahren kontinuierlich an, viele ehemalige Berufsbilder wurden durch neue Ausbildungsberufe ersetzt. Daraus resultiert häufig ein nicht ausreichendes – jedoch dringend benötigtes – übergreifendes Know-how der Mitarbeiter. Dieses Know-how ist für die Unternehmen und deren Erfolg ein zentraler Faktor. Eine qualifizierte Weiterbildung der Beschäftigten in der Medienproduktion ist daher unabdingbar. Allerdings ist für die vielen Klein- und Mittelständischen Unternehmen der Branche die Finanzierung solcher Trainingsmaßnahmen schwierig. Im Rahmen der aktuellen Förderprogramme WeGeBAU I-III, FbW-Programm und ESF-Programm aus den Konjunkturpaketen II und III kann der fianzielle Aufwand für Qualifizierungsmaßnahmen für die Unternehmen erheblich gesenkt werden. Teilweise werden Seminare sogar mit bis zu 100 % gefördert. Im Rahmen der geförderten Weiterbildungsmaßnahmen werden im ZDM die drei Qualifizierungseinheiten „Produktionsdatenerstellung“, „Druckproduktion“ und „Quereinstieg in die Medienvorstufe“ unterschieden.

Beispiel III: Zukunftsthemen im Visier

In Kooperation mit dem Cluster Druck und Printmedien werden zu dem Fachkongresse und Seminare zu bedeutenden Zukunftsthemen angeboten. Am 14. September 2011 findet zum Beispiel der zweite Fachkongress zum Thema E-Publishing statt. Digitale Publishinglösungen für mobile Endgeräte, wie das iPhone oder das WeTab schaffen, für Verlage und Autoren, Agenturen, Satzdienstleister, Industrieunternehmen und Contentanbieter die Möglichkeit neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Erfolg haben dabei die Unternehmen, die sowohl geeignete Marketingstrategien und Produktinnovationen entwickeln, als auch mögliche rechtliche „Fallstricke“ von Anfang an im Blick haben. Wer darüber hinaus in der Lage ist, einen optimalen Workflow für sein Haus zu entwickeln, hat die Chance, sich am Markt zu etablieren und Geld zu verdienen.

Bildungsangebote

Medienfachwirt Print/ Digital und Industriemeister Print Kompetenzprofil Industriemeister und Medienfachwirte sind eine feste Größe im mittleren Management von Druck- und Medienunternehmen. Zu den Aufgabengebieten gehört fachübergreifend das Planen, Steuern und Kontrollieren bei der Herstellung von Medienprodukten. Dabei müssen technische, betriebswirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge berücksichtigt werden. Ziel der Prüfungen ist die Befähigung in Medienunternehmen unterschiedlicher Größe Sach-, Organisations- und Führungsaufgaben wahrzunehmen. Damit wird auch die Befähigung verbunden, sich auf sich verändernde Methoden und Systeme in der Produktion, auf sich verändernde Strukturen der Arbeitsorganisation sowie auf neue Methoden der Organisationsentwicklung und des Personalmanagements flexibel einzustellen. Ferner sollen entsprechend den Kundenforderungen sachgerechte und wirtschaftliche Lösungen entwickelt sowie der technisch-organisatorische Wandel im Unternehmen mitgestaltet werden. Durch die Prüfung wird festgestellt, ob die Qualifikation vorhanden ist, folgende in Zusammenhang stehende Aufgaben wahrnehmen zu können:

  • Planen, Steuern, Durchführen und Kontrollieren von Medienproduktionen auf
  • Basis technischer, betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Zusammenhänge.
  • Organisieren und Weiterentwickeln technischer und betriebswirtschaftlicher
  • Abläufe einschließlich des Qualitätsmanagements.
  • Durchführen von Kundenberatungen.
  • Erstellen von Kalkulationen.
  • Konzipieren von Projekten.
  • Erstellen von Produktplanungen und Marketingkonzepten.
  • Systematisches und zielorientiertes Anwenden von Kommunikationsgrundlagen und Führungsgrundsätzen.
  • Wahrnehmen von Führungs- und Qualifi zierungsaufgaben.

Neben diesen grundsätzlichen Qualifikationszielen sind die Unterschiede in den drei Qualifikationsprofilen zu beachten. Sie beziehen sich beim:

  • Industriemeister Printmedien auf die Printmedienproduktion mit dem Schwerpunkt Druck- und Druckweiterverarbeitungsprozesse;
  • Medienfachwirt Print auf die Printmedienproduktion mit dem Schwerpunkt Druckvorstufenprozesse;
  • Medienfachwirt Digital auf die Digitalmedienproduktion mit dem Schwerpunkt Digitalmedienprozesse.

Zulassungsvoraussetzungen

Um eine verbesserte Durchlässigkeit in der Berufsbildung zu erreichen, wurden in der neuen Verordnung die Zulassungsvoraussetzungen zu den Prüfungen dahin gehend verändert, dass die erforderlichen Berufserfahrungsjahre gekürzt wurden. Prüfungsteilnehmer mit einem Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der der Druck- und Medienwirtschaft zugeordnet werden kann, benötigen keine weiteren Berufspraxisjahre zur Zulassung zu den ersten Prüfungsteilen. Das bedeutet, dass den Absolventen direkt nach Bestehen der Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf der Einstieg in eine Aufstiegsqualifizierung möglich wird. Zu diesen Abschlüssen gehören sowohl die technischen als auch die kaufmännischen Berufe der Branche. Wer über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, die nicht direkt der Druck- und Medienbranche zuzuordnen ist, benötigt zusätzlich eine mindestens einjährige einschlägige Berufspraxis und für Beschäftigte ohne Berufsabschluss ist eine nachzuweisende einschlägige Berufspraxis von vier Jahren erforderlich.

Weblinks