Videojournalismus

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Videojournalismus umfasst ein Berufsbild, bei dem der Videojournalist (VJ) selbst recherchiert, dreht, schneidet und textet. Es vereint die Tätigkeiten des Journalisten, Redakteurs,Tontechnikers, Kameramanns und Cutters in einer Person.

VJs arbeiten mit DV-Kameras (DigitalVideo) und schneiden die Beiträge digital auf PC oder Laptop.


Wie man ein VJ wird, ist sehr unterschiedlich: Berufserfahrene, herkömmlich ausgebildete Journalisten oder auch Produktionsmitarbeiter lassen sich zum VJ weiterbilden. Nachwuchsjournalisten bekommen in den Volontariaten eine VJ-Grundausbildung. Der Videojournalismus wird so durch die jungen Journalisten in den Sendern etabliert. Mit der Verbreitung der Technik steigt auch außerhalb der Fernsehsender die Zahl der Anbieter von unterschiedlich langen Aus- und Fortbildungen zum VJ. Sie werden auch von Print-, Radio- und Online-Journalisten genutzt.

Die Arbeitsfelder von VJs sind umfangreich:

  • Lokale oder regionale Beiträge von Fernseh-Korrespondenten. Auch Radio- oder Zeitungsjournalisten oder Mitarbeiter von Online-Diensten können sie zusätzlich anbieten. Gerade für Berufseinsteiger kann es eine Chance sein, als VJ-Regionalkorrespondenten tätig zu werden, ähnlich dem freien Mitarbeiter der Zeitung, der die Berichte aus einem bestimmten Umkreis liefert.
  • Langzeitbeobachtungen. Hier würde manche Produktion nicht zustande kommen, wenn die Produktionskosten nicht durch VJ-Einsatz gedämpft werden könnten.
  • Porträts oder Features, die ein besonders vertrauensvolles Verhältnis zu den Personen voraussetzen, die mit der Kamera beobachtet werden. Die erforderliche Intimität/Nähe kann ein allein agierender VJ leichter herstellen und wahren als das ein Drei-Mann-Team kann.

Literatur

  • Stefan Robinè in: Gerhard Schult / Axel Buchholz (Hrsg.): Fernseh-Journalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis, Reihe Journalistische Praxis, 8. Aufl. Berlin (Econ) 2011 (Website zum Buch mit umfangreichem Material)


Weblinks