Wirtschaftsinformatiker

Aus MedienWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Dieser Job ist die Schnittstelle zwischen Management und IT-Abteilung. Damit wird schon klar, dass ein Wirtschaftsinformatiker sowohl über technisches Know-how als auch betriebswirtschaftliches Wissen verfügen muss. Für die verschiedensten Themen wie Verwaltungsaufgaben, Produktionssteuerungen oder Kundenbetreuung entwickeln Wirtschaftsinformatiker die entsprechende Softwarelösung. Wirtschaftsinformatiker müssen nicht nur programmieren können, sondern auch betriebswirtschaftliche Prozesse verstehen, sich in Unternehmen hineindenken können.

Wirtschaftsinformatiker planen und entwickeln betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme, die den Ablauf der Geschäftsprozesse von Organisationen verbessern bzw. ermöglichen. Dies beginnt im allgemeinen mit Beratungs- und Planungsgesprächen beim Auftraggeber und der eingehenden Analyse der betrieblich-organisatorischen Ausgangssituation. Daraufhin wird ein Sollkonzept erstellt und entsprechend bereits vorhandene Informationstechnologie angepasst oder ein komplett neues System eingeführt.

Das Beschäftigungmöglichkeiten des Wirtschaftsinformatikers sind breit gefächert, da Unternehmen in nahezu allen Branchen, wie auch Behörden und Instutionen zur Abwicklung ihrer Geschäftsprozesse Informationstechnologien verwenden. Ebenso kann man in Unternehmen arbeiten, die spezielle IT-gestützte Informationssysteme entwickeln.

Persönliche Voraussetzungen

  • Interesse an Informationstechnologie
  • Interesse an betriebswirtschaftlichen Themen
  • Strukturiertheit
  • Erfolgswillen
  • Kommunikationsstärke
  • Teamfähigkeit
  • Serviceorientierung
  • Gestaltungswille

Ausbildung

Der Zugang zum Beruf kann erfolgen über ein Universitätsstudium mit dem Abschluss Diplom-Informatiker – Wirtschaftsinformatik, weiterhin über den Diplomstudiengang Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen und Berufsakademien. Häufig wird von Unternehmen ein so genanntes Duales Studium angeboten, das bedeutet, dass man bereits neben/während des Studiums in die praktische Arbeit eingebunden ist.

Darüber hinaus werden Weiterbildungen an Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien, Handwerkskammern und an privaten Bildungseinrichtungen angeboten. Die Weiterbildung dauert in der Regel in Vollzeit 2 Jahre und in Teilzeit 4 Jahre. Wichtige Bestandteile eines Studiums sind:

  • Wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen
  • Informatik-Grundlagen
  • Informationsmanagement
  • Inner- und überbetriebliche Informationssysteme
  • Entwicklung und Management von Informationssystemen
  • Daten- und Wissensmanagementsysteme
  • Modelle und Methoden zur Entscheidungsunterstützung

Die Abschlussbezeichnungen unterscheiden sich je nach Ausbildungsgang und zuständiger Bildungseinrichtung, z.B. ‚Bachelor of Science, Wirtschaftsinformatik’.

Literatur

Stahlknecht, P.: Einführung In Die Wirtschaftsinformatik

Amberg, M.: Wertschöpfungsorientierte Wirtschaftsinformatik

Schwarzer, B.: Wirtschaftsinformatik: Grundlagen betrieblicher Informationssysteme

Kurbel, K.: Studienführer Wirtschaftsinformatik

Links