Korrepetitor: Unterschied zwischen den Versionen

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* [https://www.br-klassik.de/themen/oper/opernberufe-korrepetitor100.html Aus der Serie "Opernberufe": Korrepetitor]
 
* [https://www.br-klassik.de/themen/oper/opernberufe-korrepetitor100.html Aus der Serie "Opernberufe": Korrepetitor]
  
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Aktuelle Version vom 12. Juli 2019, 09:37 Uhr

Der Korrepetitor, oder auch Repetitor genannt, unterstützt die Vorbereitungen und Proben einer Inszenierung musikalisch. Er spielt am Klavier und studiert mit den Schauspielern, Sängern, Tänzern oder dem Chor deren Gesangspartien ein und geht mit ihnen die Noten durch. Während der szenischen Proben ersetzt er das Orchester.

Aufgaben

Bereits beim ersten Vorsingen für eine Inszenierung ist der Korrepetitor mit dabei. Er übernimmt dabei die musikalische Begleitung der Bewerber am Klavier. Während der Proben unterstützt er die Sänger und Schauspieler einerseits in Einzelproben dabei die Stücke musikalisch auszuarbeiten und andererseits achtet er darauf, dass die Sänger alle einzelnen Worte korrekt und deutlich betonen und artikulieren. Denn oft sind die Operetten und Musikstücke nicht in Deutsch, sondern Italienisch oder Französisch verfasst. Er unterstützt die Sänger und Schauspieler dabei, eigene Ideen zu entwickeln und sie auf der Bühne zu realisieren. Dabei gibt er Ratschläge zur technischen Umsetzung einer Gesangspartie. Das letzte Wort bei der Inszenierung und Umsetzung hat jedoch der Dirigent oder Regisseur. Der Korrepetitor hilft den Sängern jedoch sich in die Rolle einzufinden. Beim Probenablauf muss er sofort reagieren, wenn der Choreograf oder Dirigenten Tempoänderungen vornimmt. Unter Umständen übernimmt der Korrepetitor auch selbst Aufgaben des Dirigenten oder Chorleiters. In einigen Arbeitsverträgen sind Dirigierverpflichtungen explizit erwähnt. Für seine Arbeit ist es zwingend notwendig, Orchesterpartituren und historische Notenschlüssel lesen zu können und diese darüber hinaus auch spielen zu können. Der leitende Korrepetitor eines Theaters wird Studienleiter genannt. Er koordiniert die Probenpläne und ist für die Einteilung der übrigen Korrepetitoren verantwortlich. Sonderaufgaben sind die Arbeit des Beleuchtungsrepetitors. Er gibt musikalische Anweisungen für den Lichtwechsel und Soundeinsätze – dabei steht er im Stellwerk einer Spielstätte.

Ausbildung

Wer als Korrepetitor arbeitet hat in der Regel ein einschlägiges Studium in Dirigieren oder Chorleitung abgeschlossen – das Klavierstudium allein reicht meist nicht aus, um als Korrepetitor zu arbeiten. Einige Musikhochschulen bieten auch einen speziellen Studiengang im Fach Korrepetition an. Der berufliche Werdegang führt nicht selten vom Korrepetitor zum Dirigenten. Wer also Dirigent oder Kapellmeister werden will, für den ist der Berufseinstieg über eine Korrepetitor-Stelle eine Möglichkeit. Eine rein pianistische Ausbildung ist in der Regel nicht ausreichend, denn: die für den Beruf erforderliche Flexibilität und das Improvisationsvermögen wird im reinen Klavierstudium meist nicht vermittelt.

Voraussetzungen

Ein angehender Korrepetitor muss in jedem Fall musikalisch und musisch begabt sein. Dazu zählt nicht nur die Musikalität, sondern auch ein Gespür für die Klangwahrnehmung zu haben. Darüber hinaus sollte jeder der Korrepetitor werden möchte, schon früh begonnen haben Klavier zu spielen. Ein Gespür für Sprachen zu haben ist ebenso unerlässlich, besonders das Italienische und Französische kommt in der Oper oft vor. Denn wenn er mit den Sängern und Schauspielern gemeinsam an den musikalischen Stücken probt und feilt, muss er Fehler in der Aussprache mit einem geschulten Gehör erkennen und verbessern können. Flexibilität und Improvisationstalent sind ebenso Eigenschaften, die ein Korrepetitor mitbringen sollte. Da er mit vielen verschiedenen Personen zusammenarbeitet und sie anleitet, ist auch ein gewisses pädagogisches Geschick von Vorteil.

Arbeitsmöglichkeiten

Korrepetitoren arbeiten an Opernhäusern, bei den Inszenierungen von Operetten oder Ballett-Aufführungen mit. Aber auch eine Anstellung an einem Theater oder einer musikalischen Ausbildungsstätte, wie etwa einer Musikhochschule sind denkbar. An kleinen Theatern wird oft die Stelle des Korrepetitors und des Kapellmeisters in einer kombiniert. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, als Korrepetitor freiberuflich tätig zu sein und mit Pianisten und Laienchören zusammenzuarbeiten.

Weblinks