Kostümbildner: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 22. August 2011, 12:14 Uhr

Kostümbildner arbeiten sowohl beim Film, als auch beim Theater. Dort sind sie zuständig für Kleidung und Ausstattung der Darsteller und Statisten.

Berufsbild

Ob Ritterrüstung, Nadelstreifenanzug oder Punk-Outfit: ein Kostümbildner sorgt für die passende Kleidung der Schauspieler - denn Kleider machen Leute. Die Bedeutung der Garderobe der Darsteller ist nicht zu unterschätzen, sie trägt wesentlich dazu bei, ob ein Film als authentisch empfunden wird oder wie ein Theaterstück wirkt.

Im Drehbuch hat der Autor festgelegt, welche Kostüme für die einzelnen Rollen erforderlich sind. Über genaue Details und Ausführung entscheidet dann der Kostümbildner in Rücksprache mit dem Regisseur. Dafür fertigt er Skizzen und Entwürfe an, die so lange geändert und angepasst werden, bis die künstlerische Leitung zufrieden ist. Also dann, wenn die Entwürfe die beabsichtigte Stimmung gut untermalen.

Ein Kostümbildner ist auch für die Beschaffung der Kostüme zuständig. Er entscheidet also, ob Stücke aus dem Fundus geeignet sind, inwiefern diese umgearbeitet werden müssen, oder ob er gar etwas völlig Neues herstellt. Auch um die Accessoires, wie Tücher oder Handtaschen kümmert er sich.

Bei großen Kinoproduktionen kümmern sich Kostümbildner auch um den organisatorischen Ablauf. Da müssen Anproben mit den Schauspielern abgehalten werden und Änderungen in die Wege geleitet werden. Auch das vom Produzenten zugeteilte Ausstattungsbudget gilt es zu verwalten und sinnvoll einzusetzen.

Voraussetzungen

Kreativität und Fantasie sind für Kostümbildner absolute Pflicht. Ebenso wie Zeichenkünste und Kenntnisse in Dramaturgie und Stilkunde. Weil sich Kostümbildner auch oft um organisatorische Dinge kümmern müssen, sind kaufmännische Fähigkeiten ebenfalls wichtig.

Wenn du diesen Ausbildungsweg einschlagen will, solltest du die Schule mindestens mit mittlerer Reife abgeschlossen haben.

Ausbildung

Als Grundlage für eine Ausbildung zum Kostümbildner empfiehlt sich meist eine Schneiderlehre, da dort bereits das praktische Handwerk gelehrt wurde. Weiter kann man sich dann an Modefachschulen ausbilden lassen oder am Theater als Garderobiere, was ebenfalls gerne gesehen ist. Die Ausbildung zum Kostümbildner dauert zwei bis vier Jahre, den Abschluss bildet ein Zertifikat oder Diplom, je nach Ausbildungsstätte.

Der Berufseinstieg klappt am besten über Praktika bei kleineren Produktionen oder als Assistent eines bereits erfahrenen Kostümbildners.


Weblinks