Musiker – Pop und Rockmusik: Unterschied zwischen den Versionen

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#REDIRECT [[Musiker - Pop und Rockmusik]]
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==Musiker – ‚klassische’ Musik==
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Das Berufsbild Musiker ist vielschichtig und wer mehr möchte als in einer Punkband die berühmten drei Akkorde schrummeln, ist mit einer profunden Ausbildung gut beraten. Dies gilt für den Bereich Pop bzw. Rockmusik genauso wie für den hier beschriebenen 'Klassiker'. Aber auch mit großem Talent und hervorragenden Kenntnissen  ist eine steile Karriere noch nicht garantiert.  Kreativität, Vielseitigkeit, ein großes Repertoire  und ein gut funktionierendes Netzwerk sind Grundlagen für den oft reichlich harten Job eines ‚Profimuckers’.
  
===<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Musiker/in – Pop und Rockmusik</span>===
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==Orchestermusiker==
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">''' '''</span>
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Wer im klassischen Bereich als Instrumentalist/in unterkommen will, ist mit seinem Instrument meist von Kindesbeinen an vertraut. Gute Erfahrungen sammelt man im Schulorchester oder in einem freien Jugendorchester.  Talentierte Kinder und Jugendliche können viele Ausbildungsangebote wahrnehmen, sei es an den staatlichen Musikhochschulen, vielzähligen privaten Schulen oder im Einzelunterricht bei engagierten Musikpädagogen.
  
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Das Berufsbild Musiker (für die [[Sänger/innen]] gibt es einen Extra-Artikel) ist vielschichtig und wer es im Bereich Pop-und Rockmusik ‚schaffen will’ sollte sich ebenso wie die klassischen Musiker mit einer fundierten Ausbildung auf seine Karriere vorbereiten. Eine Nummer 1 in den Charts ist damit zwar noch lange nicht garantiert, aber vielleicht noch mehr als im klassischen Bereich sind hier  Kreativität und Vielseitigkeit gefragt.</span>
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==Studium Orchestermusiker==
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Die Voraussetzung für ein Studium an Universitäten oder Musikhochschulen ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis. Außerdem wählen die Hochschulen ihre Studierenden durch eigene Zulassungsverfahren aus.  
  
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Wer als Amateurmusiker mit einer Band im Übungsraum steht, wo jeder mit seinen eigenen Ideen punkten will, vermisst vielleicht schnell jemanden, der den Überblick hat, die Ideen bündelt und Machbares von hochfliegenden Träumen unterscheiden kann. Um mit einer Band Songs zu erarbeiten bedarf es einer rhythmischen und tonalen Sicherheit. Auch die Kommunikation innerhalb der Band kann ein heikles Thema werden, nach dem Motto: ‚Fünf Freunde sollt ihr sein’ ...</span>
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In den meisten Bundesländern ist das Studium der Orchestermusik auch ohne Hochschulreife möglich, wenn eine besondere künstlerische Begabung nachgewiesen werden kann. Besonders talentierte Jugendliche können in Einzelfällen bereits während der Schulzeit als sogenannte ‚Jungstudenten’ angenommen werden. Auch an Musikakademien kann man Orchester- bzw. Instrumentalmusik studieren und mit einer ‚Orchester-Reifeprüfung’ abschließen.  
  
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Sobald das Repertoire steht, müssen die ersten Auftritte besorgt und geplant werden. Große Fragen tauchen auf: Wer kümmert sich um die Gigs, das heißt die Auftritte? Kümmert man sich selbst um das Booking, als sie zu buchen, oder wendet man sich an eine professionelle Agentur? Und wie soll die Präsentation auf der Bühne aussehen? Usw.</span>
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Eine ziemlich hohe Hürde ist bereits vor dem Studium zu überwinden: die Aufnahmeprüfung. Diese besteht meist aus:  
  
====<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Ausbildung</span>====
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Vorspielen von 4 Stücken aus mindestens 3 Epochen
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">All dies und noch mehr kann und sollte man lernen! Lehrgänge für Pop- und Rockmusiker werden von privaten Musikschulen angeboten, aber auch immer häufiger von staatlichen [[Musiker|Konservatorien]] und [[Musiker|Musikhochschule]]n. Neben der Ausbildung am Instrument werden musiktheoretisches Handwerk wie Harmonielehre, Rhythmik und Arrangement vermittelt. Man lernt, wie ein Leadsheet erstellt wird, wie man zum Playback richtig spielt und agiert, wozu eine Setlist und ein Technical Rider nützlich sind und vieles mehr.</span>
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Vom - Blatt - Spiel eines einfachen Stückes (Hauptinstrument)
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2 Stücke aus verschiedenen Epochen (Nebeninstrument)
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Klausuren in Musiktheorie und Gehörbildung
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Nach einem abgeschlossen Bachelor-Studium (3-4 Jahre) während dem man so viel  wie möglich bereits in diversen Formationen (Symphonie-Orchester, Kammerensembles etc.) sein Können unter Beweis gestellt haben sollte, kann noch ein ‚Masterstudium’ angeschlossen werden. Wer aber endlich seinen Job als Musiker/in professionell betreiben will, der bewirbt sich für Probespiele bei Orchestern, die in den einschlägigen Fachzeitschriften und im Internet ausgeschrieben sind. Auch die Zusammenarbeit mit einer Künstleragentur bietet sich an. Mit zusätzlichem Knowhow (z. B. Schwerpunkt Filmmusik) kann man auch als Arrangeur arbeiten.
  
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Es gibt für diese Ausbildung keine gesetzlich vorgeschriebene Schulbildung. Musikschulen legen eigene Zugangskriterien fest. Meist wird ein Hauptschulabschluss erwartet ebenso wie der Nachweis musikalischer Vorkenntnisse in einer Eignungsprüfung. Dies gilt um so mehr für Musiker, die als [[Komponisten|Komponist/in]] [[Songwriter/in|Songwriter]] oder [[Arrangeure|Arrangeur]] arbeiten wollen.<br /></span>
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==Job Orchestermusiker==
 
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Arbeit für ausgebildete Musiker gibt es bei Sinfonie-, Opern- oder Kammerorchestern etc. entweder fest angestellt oder freiberuflich als ‚Springer’. Regelmäßige Probenarbeit dient der Pflege und Erneuerung des Repertoirs, das Üben auf dem Instrument bleibt tägliche Aufgabe von Musikern! Die erarbeiteten Stücke werden in Konzertsälen, Opernhäusern, Kirchen oder auf Freilichtbühnen zur Aufführung gebracht und/oder für diverse Tonträger eingespielt. Neben dem Honorar des Auftraggebers erhalten Musiker, die Mitglied bei der [[GVL]] sind dort weitere Vergütungen.
====<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Business</span>====
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Wenn die erste Demo-CD fertig, ein ansprechend gestaltetes Info mit coolen Fotos auf dem Tisch liegt, dann kommt der Sprung ins Big Business. ‚Vitamin B’ oder, feiner ausgedrückt, ein funktionierendes Netzwerk sind absolut hilfreich. Denn selten gelingt es, den/die [[A&R-Manager/in|A&R-Manager/in]] eines Labels für sich nur durch Bemusterung zu begeistern. Die Mittel in der Plattenbranche sind knapp geworden und Förderung von Nachwuchs findet nur noch vereinzelt statt.</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Wer sich nicht auf die Industrie verlassen möchte, findet alternative Vertriebswege im Internet, viele Freunde auf Myspace, Facebook etc. bieten die Chance, Abnehmer für das eigene Produkt zu finden. Und nicht zuletzt ist der gute alte Live-Gig ein hervorragender ‚Multiplikator’. Auf der Bühne, im direkten Kontakt mit dem Publikum wird schnell klar, ob der eigene Sound ankommt!</span>
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====<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Studiomusiker/in</span>====
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">sind Dienstleister. Sie zeichnen sich durch besondere Vielseitigkeit auf ihrem Instrument aus, wissen genau welche Muster sie spielen müssen um den Musikproduzenten zufrieden zu stellen, egal ob es sich um eine Heavy Metal-Ballade oder den neuesten Aufguss für die volkstümliche Hitparade handelt. Der Job als Studiomusiker verlangt einem eine Menge ab – die Arbeitszeiten sind völlig unregelmäßig und u.U. sehr lang, man sollte immer abrufbereit sein und an verschiedenen Orten gleichmäßig hervorragende Qualität abliefern. Studiomusiker tragen oft wesentlich zum Gelingen eines Hits bei, ohne dass ihr Name jemals auf dem Cover auftaucht. </span>Im Studio und bei der Vorbereitung von musikalischen Events geben [[Arrangeur|Arrangeure]] und [[Musikroduzent/in|Produzenten]] Anweisung zur Gestaltung des Vortrags.
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;"> Auch ausgezeichnete Musiker und Songs mit Hitpotenzial ist der Erfolg im Musikbusiness keineswegs garantiert! Um ein gewisses Grundeinkommen zu sichern arbeiten daher viele ausgebildete Musiker/innern als Musiklehrer, entweder privat oder an Musikschulen bzw. auch Volkshochschulen.</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">[http://www.popakademie.de/ http://www.popakademie.de/]</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">[http://www.freies-musikzentrum.de/ http://www.freies-musikzentrum.de/]</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">[http://www.futuremusicschool.de/ http://www.futuremusicschool.de/]</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">[http://www.jazzschool.de/www/ http://www.jazzschool.de/www/]</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">[http://www.ohrwurmmusic.de/ http://www.ohrwurmmusic.de/]</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">[http://website.musikhochschule-muenchen.de/ http://website.musikhochschule-muenchen.de/]</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">[http://www.downtown-music.de/startseite.html http://www.downtown-music.de/startseite.html]</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">[http://www.pop-netz.de/ http://www.pop-netz.de/]</span>
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<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">[http://www.lipa.ac.uk/  http://www.lipa.ac.uk/ ]</span>(Paul McCartney-Schule)<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;"> </span>
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==Literatur==
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Heiner Gembris ; Daina Langner: Von der Musikhochschule auf den Arbeitsmarkt : Erfahrungen von Absolventen, Arbeitsmarktexperten und Hochschullehrern, Augsburg : Wißner, 2005
  
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Walter Salmen: Beruf: Musiker : verachtet - vergöttert - vermarktet ; eine Sozialgeschichte in Bildern, Kassel [u.a. u.a.] : Bärenreiter [u.a. u.a.], 1997
  
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==Weblinks==
  
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* http://www.vioworld.de/
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* http://www.kulturmanagement.net/
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* http://www.theaterjobs.de/
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* http://website.musikhochschule-muenchen.de/
  
 
[[Kategorie:Musik]][[Kategorie:Ausbildung]][[Kategorie:Medien]][[Kategorie:Unterhaltung]][[Kategorie:Popkultur]]
 
[[Kategorie:Musik]][[Kategorie:Ausbildung]][[Kategorie:Medien]][[Kategorie:Unterhaltung]][[Kategorie:Popkultur]]

Aktuelle Version vom 15. Februar 2016, 13:39 Uhr

Musiker – ‚klassische’ Musik

Das Berufsbild Musiker ist vielschichtig und wer mehr möchte als in einer Punkband die berühmten drei Akkorde schrummeln, ist mit einer profunden Ausbildung gut beraten. Dies gilt für den Bereich Pop bzw. Rockmusik genauso wie für den hier beschriebenen 'Klassiker'. Aber auch mit großem Talent und hervorragenden Kenntnissen ist eine steile Karriere noch nicht garantiert. Kreativität, Vielseitigkeit, ein großes Repertoire und ein gut funktionierendes Netzwerk sind Grundlagen für den oft reichlich harten Job eines ‚Profimuckers’.

Orchestermusiker

Wer im klassischen Bereich als Instrumentalist/in unterkommen will, ist mit seinem Instrument meist von Kindesbeinen an vertraut. Gute Erfahrungen sammelt man im Schulorchester oder in einem freien Jugendorchester. Talentierte Kinder und Jugendliche können viele Ausbildungsangebote wahrnehmen, sei es an den staatlichen Musikhochschulen, vielzähligen privaten Schulen oder im Einzelunterricht bei engagierten Musikpädagogen.

Studium Orchestermusiker

Die Voraussetzung für ein Studium an Universitäten oder Musikhochschulen ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis. Außerdem wählen die Hochschulen ihre Studierenden durch eigene Zulassungsverfahren aus.

In den meisten Bundesländern ist das Studium der Orchestermusik auch ohne Hochschulreife möglich, wenn eine besondere künstlerische Begabung nachgewiesen werden kann. Besonders talentierte Jugendliche können in Einzelfällen bereits während der Schulzeit als sogenannte ‚Jungstudenten’ angenommen werden. Auch an Musikakademien kann man Orchester- bzw. Instrumentalmusik studieren und mit einer ‚Orchester-Reifeprüfung’ abschließen.

Eine ziemlich hohe Hürde ist bereits vor dem Studium zu überwinden: die Aufnahmeprüfung. Diese besteht meist aus:

Vorspielen von 4 Stücken aus mindestens 3 Epochen Vom - Blatt - Spiel eines einfachen Stückes (Hauptinstrument) 2 Stücke aus verschiedenen Epochen (Nebeninstrument) Klausuren in Musiktheorie und Gehörbildung Nach einem abgeschlossen Bachelor-Studium (3-4 Jahre) während dem man so viel wie möglich bereits in diversen Formationen (Symphonie-Orchester, Kammerensembles etc.) sein Können unter Beweis gestellt haben sollte, kann noch ein ‚Masterstudium’ angeschlossen werden. Wer aber endlich seinen Job als Musiker/in professionell betreiben will, der bewirbt sich für Probespiele bei Orchestern, die in den einschlägigen Fachzeitschriften und im Internet ausgeschrieben sind. Auch die Zusammenarbeit mit einer Künstleragentur bietet sich an. Mit zusätzlichem Knowhow (z. B. Schwerpunkt Filmmusik) kann man auch als Arrangeur arbeiten.

Job Orchestermusiker

Arbeit für ausgebildete Musiker gibt es bei Sinfonie-, Opern- oder Kammerorchestern etc. entweder fest angestellt oder freiberuflich als ‚Springer’. Regelmäßige Probenarbeit dient der Pflege und Erneuerung des Repertoirs, das Üben auf dem Instrument bleibt tägliche Aufgabe von Musikern! Die erarbeiteten Stücke werden in Konzertsälen, Opernhäusern, Kirchen oder auf Freilichtbühnen zur Aufführung gebracht und/oder für diverse Tonträger eingespielt. Neben dem Honorar des Auftraggebers erhalten Musiker, die Mitglied bei der GVL sind dort weitere Vergütungen.

Literatur

Heiner Gembris ; Daina Langner: Von der Musikhochschule auf den Arbeitsmarkt : Erfahrungen von Absolventen, Arbeitsmarktexperten und Hochschullehrern, Augsburg : Wißner, 2005

Walter Salmen: Beruf: Musiker : verachtet - vergöttert - vermarktet ; eine Sozialgeschichte in Bildern, Kassel [u.a. u.a.] : Bärenreiter [u.a. u.a.], 1997

Weblinks