Volontariat

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Version vom 18. Februar 2011, 12:58 Uhr von Gabriele Hooffacker (Diskussion | Beiträge)

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Die meisten Journalisten kommen über ein Volontariat in den Beruf. Drei Viertel davon haben zuvor ein Hochschulstudium abgeschlossen. Das Volontariat dauert zwischen 15 und 24 Monaten.

Ausbildung

Beim tarifvertraglich geregelten Volontariat ist der Volontär in den verschiedenen Abteilungen/Redaktionen eines Zeitungs- oder Zeitschriften-Verlages oder einer Fernseh- und Rundfunkanstalt tätig. Im Idealfall lernt er so den gesamten Ablauf einer Redaktion und die von ihr zu erfüllenden Aufgaben kennen. Während der Ausbildung sollen mindestens drei Ressorts durchlaufen werden, wobei Lokales (Nachrichten) und Politik verpflichtend sind und durch ein drittes Ressort nach Wahl, zum Beispiel Wirtschaft, Sport oder Kultur, ergänzt wird. Es besteht während des Volontariates ein Anspruch auf einen oder mehrere insgesamt vierwöchige überbetriebliche Bildungsabschnitte sowie einen in der Regel zweiwöchigen innerbetrieblichen Bildungsabschnitt.

Tageszeitungen und Zeitschriften

Das Volontariat bei Tageszeitungen und Zeitschriften ist tarifvertraglich geregelt. Es gibt genaue Vorgaben über Länge, Inhalte der Ausbildung und Bezahlung. dazu gehört zum Beispiel auch der Besuch von Volontärskursen.

Rundfunk

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen) orientiert sich weitgehend an der Regelung des Tarifvertrags. Ein Programmvolontariat für Hörfunk und Fernsehen dauert in der Regel 18 Monate, in denen zwischen fünf bis zehn Stationen durchlaufen werden. Anders ist die Situation bei den privaten Radio- und Fernsehsendern: Hier werden Volontariate zu völlig unterschiedlichen Bedingungen (Dauer, Höhe des Gehalts, Ausbildung) angeboten.

Andere Volontariate

Auch andere Verlage, Agenturen und Unternehmen bieten Volontariate an. Dabei sind Dauer, Inhalt der Ausbildung sowie die Bezahlung oft sehr unterschiedlich. Manche Anzeigenblätter vergeben Volontariate. Auch Nachrichtenagenturen nehmen Volontäre, ebenso Pressestellen, PR-Agenturen und Produktionsfirmen. Buchverlage bieten ebenfalls so genannte Volontariate an. Auch in diesem Bereich gibt es keinen Tarifvertrag. Dauer, Ausbildung, Inhalte und Bezahlung sind also Verhandlungssache.

Bewerbung

Um ein Volontariat bewirbt man sich genau so sorgfältig wie um eine Arbeitsstelle. Den ersten Eindruck vermittelt der Bewerbungsbrief: sauber in der Form, präzise und knapp im Inhalt. Dazu gehören ein Foto, der tabellarische Lebenslauf – unterschrieben und datiert –, Zeugniskopien und Kopien von eigenen veröffentlichten Artikeln (Arbeitsproben). Die Bewerbung ist genau genommen die erste Arbeitsprobe.

Literatur

Walther von La Roche: Einführung in den praktischen Journalismus. 18. Auflage. Berlin 2008 Website zum Buch mit weiterführenden Informationen zum Beruf.